Anerkennung des Sportabzeichens durch Krankenkassen

24.02.2004

(25.02.2004) Das Deutsche Sportabzeichen hat seit Anfang des Jahres 2004 eine starke Aufwertung als Förderer der Gesundheit der Deutschen erhalten. Mit dem Start der Gesundheitsreform am 1. Januar haben viele Krankenkassen begonnen, den Fitnessorden des deutschen Sports in ihre neuen Bonusprogramme aufzunehmen. Die Kassen wollen mit den Bonusmodellen die Prävention im Gesundheitswesen stärken.

Die Förderung der Gesundheit durch Sporttreiben werden Krankenkassen demnächst belohnen

Mittlerweile sind die Anträge der Kassen weitgehend genehmigt und in die Satzungen aufgenommen, so dass die Bonussysteme greifen. Langfristig planen viele Kassen die Senkung des Mitgliedsbeitrages bei der Teilnahme an einem Präventionsprogramm. Im Augenblick schreiben die Kassen aber meist Prämien aus, die einen starken Bezug zum Sporttreiben haben wie Sportreisen, Fitnessgeräte oder ähnliches. Zum Teil werden die Kassen aber auch die Höhe der Zuzahlungen bei Kassenleistungen begrenzen, wenn sich die Versicherten im vorherigen Jahr eine Prämie gesichert haben.

Bei fast allen Krankenkassen müssen sich die Versicherten zur Teilnahme an einem Bonusprogramm anmelden. Dann können sie durch verschiedene Maßnahmen Punkte sammeln, die am Ende des Jahres zusammen gezählt und dann belohnt werden. Zu den präventiven Verhaltensweisen zählen das Sportabzeichen oder die aktive Beteiligung in einem Sportverein, der vom Deutschen Sportbund mit dem Qualitätssiegel "SPORT PRO GESUNDHEIT"? ausgezeichnet worden ist, aber auch Schutzimpfungen, Ernährungsberatungen, Kurse zur Stressbewältigung und ärztliche Vorsorgeuntersuchungen.

Allen Krankenkassen voran ist die BARMER aktiv, die das Deutsche Sportabzeichen seit vielen Jahren unterstützt und in fast allen deutschen Schulen vorantreibt. Sie hat das Programm "aktiv pluspunkten"? ins Leben gerufen. Ab 500 Punkte erhält jedes Mitglied eine attraktive Prämie. Für das Sportabzeichen bekommt der Versicherte 100 Punkte. Die BARMER, die sich neben dem zweiten Sponsor ratiopharm auch wieder ganz engagiert an der Sportabzeichen-Tour beteiligt, belohnt auch die Teilnahme an einem Sportkurs mit dem Qualitätssiegel "SPORT PRO GESUNDHEIT"?.

Ähnlich geht die AOK - Die Gesundheitskasse vor. Bei dieser föderalen Kasse mit 25 Millionen Versicherten ist die Abstimmung etwas schwieriger, weil der Bundesverband die verschiedenen Landesverbände als Mitglieder hat. Eine Bewertung der verschiedenen Aktivitäten steht noch aus. Klar ist aber, dass die Ablegung des Sportabzeichens prämiert wird. Dieser Kasse reicht schon die Absolvierung der Sportabzeichen-Gruppe fünf, in der die Ausdauer getestet wird.

Zwei weitere Ersatzkassen, die Gmünder Ersatzkasse und die Techniker Krankenkassen, wollen sich das Sportabzeichen ebenfalls auf ihre Fahnen schreiben und werden den Erwerb des Sportabzeichens belohnen. Zu diesem Kreis der Kassen gehören auch die Kaufmännische Krankenkasse Halle und die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK), die aber auch die nachgewiesene Teilnahme am Betriebs- und Hochschulsport akzeptieren wird.

 
Nicht genau zu beschreiben ist der große Kreis der Innungs- und Betriebskrankenkassen. Eine bundeseinheitliche Lösung wird es bei den 247 Betriebskrankenkassen nicht geben können, aber das Sportabzeichen wird voraussichtlich bei fast allen belohnt werden. Beispiele sind die Betriebskrankenkasse Hoechst oder die Taunus-BKK. Bei den Innungskrankenkassen ist ein solcher Schritt in der Satzung zunächst nicht vorgesehen.

 

Von: mueller