Deutsch-dänischer Sportabzeichen-Tag auf Fehmarn

28.09.2016

Das Deutsche Sportabzeichen bringt auf Ostsee-Insel Menschen zusammen.

Deutsch-dänisch Sportabzeichen-Freude auf Fehmarn: Bjarne Sörensen vom Sportsrad Lolland (links) und Günter Frentz, Sportabzeichen-Beauftragter im Kreis Ostholstein (rechts). Foto: Lübecker Nachrichten

„Goddag“ ist dänisch und entspricht der deutschen Begrüßung „Guten Tag“.
Einen guten Tag, ob nun in dänisch oder deutsch, hat das Deutsche Sportabzeichen jüngst den Menschen auf der Insel Fehmarn beschert.

Dort fand am 10. September 2016 der erste deutsch-dänische Sportabzeichentag statt. „Die Idee dazu entstand im Oktober letzten Jahres“, erzählt Günter Frentz, Beauftragter für das Deutsche Sportabzeichen im Kreis Ostholstein. Ostholstein ist eine Sportabzeichen-affine Region – jährlich werden hier mehr als 2.500 Abzeichen abgelegt.

Warum diese Begeisterung für das Deutsche Sportabzeichen in einem grenznahen Raum nicht für ein besseres Sich-Kennenlernen von Deutschen und Dänen nutzen, dachten sich die Organisatoren Günter Frentz und Götz Haß vom Kreissportverband Ostholstein. Ein Gedanke, der auf Beifall stieß: Die Stadt Fehmarn, die Inselschule in Burg, lokale Geschäften, die DRK Ortsgruppe Göhl und das Erlebnisbad FehMare sicherten ihre Unterstützung zu.

Brücken auf der Insel bauen

„Einen Partner in Dänemark zu finden, war zuerst etwas schwierig. Aber mit der Kommune Lolland und dem dazugehörigen Sportsrad haben wir dann eine gute Kooperation hinbekommen“, erzählt Günter Frentz. So konnte der Sportabzeichentag ein so genanntes Mikroprojekt von kultKIT werden.
Die Europäische Union fördert mit dem Programm kultKIT deutsch-dänische Kooperationen, um Brücken zwischen den Menschen im deutsch-dänischen Grenzgebiet zu bauen und so ein besseres sprachliches und kulturelles Verständnis zu schaffen.

Alle packen mit an

63 Helferinnen und Helfer machten mit, die aus Vereinen aus ganz Ostholstein kamen oder ehemalige und noch aktive Soldaten des in Eutin stationierten Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ waren. Damit der Verwaltungsaufwand und die Portokosten möglichst gering blieben, organisierte Frentz Computer, Drucker und ein WLan-Netz, um Urkunden direkt vor Ort ausstellen zu können.

Genau 100 Sportlerinnen und Sportler legten dann bei schönstem Sonnenschein ihr Deutsches Sportabzeichen ab, 43 davon kamen aus Dänemark, 57 aus Deutschland. „Das gute Wetter ist sicher ein Grund dafür, dass die Teilnehmerzahl nicht so hoch ausfiel, wie wir gehofft hatten“, meint Frentz. Die Leute seien lieber an den Strand als auf den Sportplatz gegangen.

Ein Erfolg ist der deutsch-dänische Sportabzeichen-Tag aber dennoch. „Ich fand es einfach klasse. Überall hat man ein sympathisches Kauderwelsch hören können, ein bisschen deutsch, ein bisschen dänisch, ein bisschen englisch. Das war ein echtes und schönes Miteinander“, freut sich Günter Frentz.

(Quelle: Wirkhaus)

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