Die Pfalz feiert 60 Jahre Sportabzeichen

130 Pfälzer Jubilare - zu viele für ein Foto (Quelle: Sportbund Pfalz)

Präsident Dieter Noppenberger verteilte Geld- und Sachpreise (Quelle: Sportbund Pfalz)
Sechs Jahrzehnte Deutsches Sportabzeichen in der Pfalz: Das sind über 650.000 beurkundete Sportabzeichen. Im April lud der Sportbund Pfalz 200 Gäste, davon 130 Pfälzer Jubilare und vier Sportabzeichenpioniere ins Weinstraßencenter in Grünstadt ein, um diese Erfolgsgeschichte zu feiern.
1950 hieß der Fitnessorden in der Pfalz noch Bundessportabzeichen. Damals wurden 308 dieser Pfälzer Vorgänger des bundeseinheitlichen Sportabzeichens verliehen. Seitdem ist viel passiert“, sagt Rainer Seitz, Breitensportreferent im Sportbund Pfalz. „In den 90er Jahren waren es schon etwa 14.000 Sportabzeichen pro Jahr. Und mit 24.562 Abzeichen konnten wir 2009 das zweitbeste Resultat seit 1950 verbuchen.“
Dieses Jahresergebnis lieferte – über das Pfälzer Jubiläum hinaus – einen weiteren Grund zum Feiern. Als Ehrengäste waren Leonhard Karg, Hans Gustav Schug, Hella Alles und Werner Berg eingeladen. Diese konnten von den Anfängen des Sportabzeichens in der Pfalz berichten, denn alle vier hatten 1950 ihr erstes Sportabzeichen abgelegt.
„Wir haben die damaligen Adressbestände durchforstet“, berichtet Rainer Seitz. „Zu unserer Überraschung war es leichter als wir dachten, noch lebende und auch fitte Pioniere ausfindig zu machen.“ Einer der vier, Werner Berg aus Kaiserslautern, hat im vergangenen Jahr sein 47. Sportabzeichen abgelegt. Er war der 86. der nach dem Zweiten Weltkrieg in der Pfalz das Sportabzeichen verliehen bekommen hat. „Sein großes Ziel ist es, das goldene Sportabzeichen mit der Zahl 50 zu erringen“, berichtet Rainer Seitz.
Fünf mal fünfzig
Fünf der geladenen Jubilare haben das schon geschafft. „Das war ein absolutes Novum“, sagt Rainer Seitz. „Sonst passiert das alle paar Jahre, dass wir Sportler das 50. Abzeichen verleihen. Ich gehe jedoch davon aus, dass das in den Folgejahren öfter vorkommen wird. Alle Jubilare, die da waren, haben unsere größte Anerkennung verdient – auch die, für die es ‚nur’ das 25. Sportabzeichen war. Das ist eine Riesenleistung, dass diese Menschen es über viele Jahre hinweg geschafft haben, das Deutsche Sportabzeichen ein Stück weit zum ihrem Lebensinhalt zu machen.“
Die Feierstunde bot auch Raum, um die Clubs auszuzeichnen, die beim pfälzischen Vereinswettbewerb 2009 aktiv waren. Der Präsident des Sportbunds Pfalz Dieter Noppenberger und Vizepräsident Henning Miehe verteilten Geld- und Sachpreise. „Wir richten diesen Vereinswettbewerb seit über 40 Jahren aus“, berichtet Rainer Seitz.
„Die Vereine befinden sich in einem richtigen Wettstreit darüber, wer unseren Wanderpreis für ein Jahr behalten darf. Das zählt für die Clubs mehr als die Geldpreise, die mit den Platzierungen verbunden sind. Bei dreimaligem Gewinn verbleibt der Preis beim Verein. Das ist das große Ziel, das alle, die in dem nach Mitgliedern gestaffelten Wettbewerb mitmachen, erreichen wollen.“
Rainer Seitz freute sich über „die Gelegenheit, all denen Dankeschön sagen zu können, die seit vielen Jahren als Multiplikatoren für das Deutsche Sportabzeichen werben.“ Und der nächste Grund zum Feiern bahnt sich schon an: „In zwei Jahren werden wir das Sportabzeichen in Gold mit der Zahl 60 verleihen können“, berichtet Seitz. „Das ist ein Kandidat der sehr aktiv ist. Da können und dürfen wir erwarten, dass er das schafft.“









