„Ich brauche den Sport einfach als Ausgleich!“

06.07.2012

Seit ihrem 18. Lebensjahr legt Renate Wagner jedes Jahr das Sportabzeichen ab – jetzt wurde die Düsseldorferin für ihr 50. Abzeichen geehrt.

"Sport hält jung - Renate Wagner (Foto: Privat)

Ihre 68 Jahre sieht man Renate Wagner nicht an. Sport hält jung – es scheint zu stimmen. Die sportliche Düsseldorferin strahlt: „Ich freue mich über die Auszeichnung, ist doch toll, wenn man das durchhält.“ Für ihr 50. Deutsches Sportabzeichen in Gold wurde sie jetzt von Stadt und Stadtsportbund Düsseldorf im Rathaus geehrt. Vorher hat sie noch rasch eine Stunde Sport getrieben – Nordic Walking. Die Sportlerin sprüht vor Energie: „Ohne Sport fühle ich mich nicht wohl, ich brauche den Sport einfach als Ausgleich.“ Bewegung gehört für sie dazu, wie das Zähneputzen.

Renate Wagner hat, seit sie 18 Jahre alt ist, jedes Jahr ohne Unterbrechung das Deutsche Sportabzeichen abgelegt. Durch ihre Mutter kam Renate Wagner zum Sport und zum Sportabzeichen. „Meine Mutter hat mich damals zu einer Betriebssportgruppe mitgenommen.“ Renate Wagner erinnert sich: „Das hat mir auf Anhieb gut gefallen. Ich habe mein Leben lang Sport auch am liebsten in der Gruppe betrieben.“

Die gebürtige Berlinerin kam im Zuge des Mauerbaus nach Düsseldorf. „In jungen Jahren habe ich viel Leichtathletik trainiert – Hochsprung, Mittelstrecke. Ich war auch ganz gut“, sagt Renate Wagner bescheiden. Doch der Leistungssport hat sie nie gereizt. Renate Wagner ging und geht es weniger um die Leistung, als darum fit zu bleiben. „Und den Spaß darf man natürlich auch nicht vergessen“, die sportliche Seniorin lacht.

„Wenn ich Sport treibe, weiß ich einfach wie es mir geht“

Zusätzlich zum Sportabzeichentraining leitet Renate Wagner eine Nordic Walking-Gruppe beim Senioren-Sportverein Oberkassel. Dreimal in der Woche trainiert sie mit Gleichgesinnten. „Eine Freundin hat mich gefragt, ob ich das übernehmen könne, da habe ich spontan zugesagt“, verrät uns Renate Wagner. Als wäre das nicht genug, macht sie zurzeit einen Zumba-Tanzkurs an der Volkshochschule. Der schweißtreibende Tanz ist eine Mischung aus Aerobic und lateinamerikanischen Tänzen. Sieht leicht aus, geht aber schnell an die Substanz. Auch Jüngere stoßen beim Zumba schnell an ihre Leistungsgrenze.

In ihrer eigenen Familie ist Renate Wagner die aktivste Sportlerin. „Mein Mann ist früher viel Rad gefahren und mein ältester Sohn spielt ein bisschen Basketball. Ich mache da aber schon am meisten.“ schmunzelt Renate Wagner. „Ich finde es gut, meine Fitness zu testen und wenn man älter wird, ist es interessant zu erfahren, wie viel man im Vergleich zum Vorjahr abgebaut hat. Aber soviel ist das bei mir zum Glück nicht.“

Ihr 51.Sportabzeichen hat Renate Wagner fest im Blick, vier von fünf der erforderlichen Disziplinen hat sie bereits abgelegt. Beim 2000-Meter-Lauf hat sie ihre Leistung vom Vorjahr sogar um 16 Sekunden unterboten. Die Chancen stehen also gut, dass die Sportabzeichenbegeisterte in fünf Jahren wieder ins Rathaus eingeladen wird.

Quelle: wirkhaus

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