Langeoog gewinnt das erste Inselduell der Sportabzeichen-Tour

04.08.2014

Mit einem Vorsprung von 1.237 abgelegten Prüfungen hat sich die Insel deutlich gegen die Nachbarn aus Norderney durchgesetzt.

Mehr Sportabzeichen-Prüfungen als der Gegner - das ist das Ziel beim Inselduell zwischen Langeoog und Norderney am 4. August 2014. (Foto: Meike Engels)

„Alles, was schnell geht, bringt Punkte“ so lässt sich die Formel für den Erfolg von Langeoog zusammenfassen. Die generalstabsmäßige Vorbereitung kombiniert mit dem Vorsprung an Erfahrung – Langeoog war bereits 2010 und 2012 Gastgeber für die Sportabzeichen-Tour – haben das erste Inselduell in der Geschichte der Sportabzeichen-Tour am 4. August entschieden. Als der Wettkampf um 13 Uhr nach drei Stunden vorüber war, verbuchte Langeoog stolze 4.551 Sportabzeichen-Prüfungen, aber auch Norderney schaffte mit 3.314 ein sehr gutes Endergebnis.

Als guter Verlierer musste Kurdirektor Wilhelm Loth auf Norderney (in Vertretung für den erkrankten Bürgermeister Frank Ulrichs) den Wetteinsatz einlösen. Er las auf der Bühne am Kurplatz ein selbstverfasstes Gedicht auf Langeoog vor und gratulierte in einer Live-Schalte per Video dem Bürgermeister von Langeoog Uwe Garrels.

„Sieger ist auf jeden Fall der Sport“, hatte dieser auf Langeoog schon vor dem Verkünden des Endergebnisses als Fazit des Inselduells gezogen. Und dem konnten alle Beteiligten auf beiden Ferieninseln nur zustimmen. Norderney hofft jetzt, dass es bald die Chance auf eine Revanche in Sachen Sportabzeichen-Duell geben wird.

Werfen, werfen, werfen

Schon bevor um 10 Uhr per Live-Schalte der Startschuss für den Wettkampf um die meisten Sportabzeichen-Prüfungen zwischen Langeoog und Norderney gegeben wurde, war auf Langeoog alles auf Schnelligkeit geeicht. Nichts wurde dem Zufall überlassen. „Werfen, werfen, werfen!“ war das Motto, das wie ein Schlachtruf über die Nordseeinsel hallte und dem sich alle Sportabzeichen-Fans verschrieben hatten. Um keine Zeit zu verlieren, bekam auch Bürgermeister Uwe Garrels in Langeoog nur 45 Sekunden Zeit für die offizielle Eröffnung.

Außerdem traten auf Langeoog viele große Gruppen zum Sportabzeichen an, unter ihnen die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Zeltlagers, die schon im Vorfeld auf die einzelnen Stationen verteilt worden waren. Diese durchgeplante Organisation brachte Langeoog schon bei der ersten Wertung in Führung. Außerdem gelang es den Veranstaltern vor Ort besonders gut, Zaungäste zu motivieren. Viele von ihnen legten spontan Prüfungen für das Sportabzeichen ab, damit auch ihr Versuch in die Wertung einfließen konnte. Denn gezählt wurde jede abgelegte Prüfung, unabhängig vom Erfolg.

Toller Endspurt

Bis zum Schluss blieb das Duell spannend. Für Aufregung sorgte etwa zur Halbzeit ein Zählfehler auf Langeoog. Dort hatten einige Prüfstationen falsche Zahlen gemeldet, weil sie statt nur die Anzahl der neuen Prüfungen durchzugeben, die alten und neuen Prüfungen vorher addiert hatten. Als die Moderatoren auf beiden Inseln um 12 Uhr die korrigierten Zahlen verkündeten, hieß der Zwischenstand 1.969 Sportabzeichen-Prüfungen für Norderney und 2.140 für Langeoog. Der Vorsprung von Langeoog hatte sich auf einen Schlag deutlich verringert und bescherte Norderney noch einmal einen neuen Motivationsschub.

Denn auch hier hatten sich von Anfang an lange Schlangen an den einzelnen Prüfstationen für das Deutsche Sportabzeichen gebildet. Groß und Klein, Alt und Jung waren hoch motiviert, das erste Inselduell in der Geschichte der Sportabzeichen-Tour für Norderney zu gewinnen.

Familie Engel (Mutter, Vater, zwei Kinder) aus Dortmund hatte zum Beispiel schon im Vorfeld über die Website von Norderney von dem Sportabzeichen-Duell erfahren. Alle vier hatten sowieso geplant, im Urlaub die Sportabzeichen-Prüfungen abzulegen, die jeden Dienstag vom TuS Norderney abgenommen werden. Als sie von dem Wettkampf lasen, haben sie nicht lange überlegt und die Prüfungen vorgezogen, damit sie für das Inselduell zählten.

Eine rundum gelungene Premiere

Auch die prominenten Sport-Botschafter gaben auf den beiden Inseln ihr Bestes, um die Gäste zu motivieren. Andreas Dittmer (Langeoog) und Danny Ecker (Norderney) waren als Botschafter für die Sparkassen-Finanzgruppe vor Ort. Miriam Höller als Botschafterin für Ernsting’s family und Frank Busemann als Botschafter von kinder+Sport wechselten zum Ende des Duells von Norderney auf Langeoog und umgekehrt. Alle drei Unternehmen sind neben der Krankenkasse BKK24 Nationale Förderer des Deutschen Sportabzeichens, ohne deren Unterstützung die Sportabzeichen-Tour nicht umzusetzen wäre.

Die Begeisterung und das Interesse für den sportlichen Wettkampf waren auf beiden Inseln riesig. Allen hat das erste Inselduell im Rahmen der Sportabzeichen-Tour mächtig Spaß gemacht.

DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch sagte beim Finale: „Man könnte sich vorstellen, den Wettbewerb mal auf andere Inseln auszuweiten. Und egal ob im Sand oder auf dem Kurplatz: Die Menschen aller Generationen haben heute mit großer Freude und Begeisterung teilgenommen. Der Sport stand im Mittelpunkt des Tages. Die Bewegung im Zentrum der Freude.“

Er bedankte sich beim gesamten Organisationsteam unter Federführung von Wolfgang Lübben, stellvertretender Marketing- und Vertriebsleiter des Staatsbades Norderney, und Wilko Hinrichs von der Kurverwaltung Langeoog. Außerdem unterstrich er die gute Zusammenarbeit mit dem Landessportbund Niedersachsen, dem Kreissportbund Aurich, dem KSB Wittmund und all ihren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

 (Quelle: wirkhaus)