Sportabzeichen-Tour in Apolda: Fit und gesund – statt müde und rund

16.06.2017

Raus aus der Schule und rauf auf den Sportplatz – so haben es knapp 1.400 Kinder und Jugendliche bei der Sportabzeichen-Tour am Donnerstag in Thüringen gemacht.

Das gemeinsame Warm-Up setzte den Startschuss für die Sportabzeichen-Tour in Apolda. (Foto: DSM)

Das gemeinsame Warm-Up setzte den Startschuss für die Sportabzeichen-Tour in Apolda. (Foto: DSM)

Raus aus der Schule und rauf auf den Sportplatz – so haben es knapp 1.400 Kinder und Jugendliche bei der Sportabzeichen-Tour am Donnerstag in Thüringen gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein ging es mit dem gemeinsamen Aufwärmen los, danach verteilten sich die Schülerinnen und Schüler auf die einzelnen Prüfstationen für das Deutsche Sportabzeichen. Im Hans-Geupel-Stadion konnten sie die Leichtathletik-Disziplinen ablegen, im benachbarten Freibad wurden Prüfungen im Schwimmen abgenommen. Die Kitakinder traten zum Mini-Sportabzeichen an.

Noch früher waren aber die auf den Beinen, die das gesunde Buffet vorbereiteten: Unter Leitung von Dirk Heidemann, dem Küchenchef im Hotel am Schloß Apolda und seiner Kollegin Andrea Krischker-Poleske schnippelten die Schul-Koch-AGs der Werner-Seelenbinder-Schule Apolda und Bad Sulza schon am frühen Morgen Obst und Gemüse.

Mehr Bewegung – deftigeres Essen

Zusätzlich konnten alle Mädchen und Jungen bei den Übungen Punkte für das Buffet sammeln. Ziel war es, den Zusammenhang zwischen Bewegung und gesunder Ernährung zu erfahren. Für einen Punkt gab es am Buffet zum Beispiel einen Apfel, für zwei Punkte Weintrauben und wer fünf Punkte zusammen hatte, bekam sogar ein Wiener Würstchen. „Wichtig für eine gesunde Ernährung sind immer Obst und Gemüse“, sagte Andrea Krischker-Poleske. „Wer sich dazu noch viel bewegt, der darf auch mal was Deftiges essen.“

Natürlich durften auch die Sportbotschafter die Snacks am gesunden Buffet probieren. Der mehrmalige Kanu-Olympiasieger Andreas Dittmer war für die Sparkassen-Finanzgruppe in Apolda dabei, der Gewinner der Olympischen Silbermedaille im Zehnkampf von Atlanta 1996 Frank Busemann kam für kinder+Sport und Stuntfrau, Model und Moderatorin Miriam Höller für Ernsting’s family. Zusammen mit der Krankenkasse BKK24 gehören diese drei Unternehmen zu den Nationalen Förderern des Deutschen Sportabzeichens.

Professionelles Coaching

Direkt nach dem Warm-up mischten sich die drei Sportbotschafter unter die Kinder und Jugendlichen, feuerten sie bei ihren Sportabzeichen-Prüfungen an oder gingen gemeinsam mit ihnen an den Start, um so für den Extra-Kick beim Laufen, Werfen oder Springen zu sorgen. Auch DOSB-Maskottchen Trimmy fand in Apolda, beim einzigen Tourstopp in Thüringen, viele neue Freunde – unter ihnen auch das Maskottchen des Landessportbundes Thüringen, der Muskelkater.

Aber auch außerhalb der Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen war in Apolda jede Menge Spaß und Bewegung geboten: Der Kaos Clown brachte vor allem die Kleinen zum Lachen. An der Fotostation von kinder+Sport konnten sich die Schülerinnen und Schüler kostenlose Fotos von ihren sportlichen Wettbewerben abholen. An der Wurfwand und auf dem Tapping-Board der Sparkassen-Finanzgruppe hatte man die Chance, die eigene Treffsicherheit und Schnelligkeit zu testen und beim Ernsting’s family Parcours stand bei Übungen wie Sackhüpfen und Hula hoop vor allem der Spaß im Mittelpunkt.

Besonders beliebt war bei den Kindern auch die Bobanschubbahn, die der Thüringer Schlitten- und Bobsportverband (TSBV) gemeinsam mit der Jugendförderung Erfurt aufgebaut hatte. Unter Anleitung des Bundestrainers der deutschen Bobfahrerinnen Wolfgang Hoppe konnten die Kinder hautnah ausprobieren, wie sich das Fahren in einem Viererbob anfühlt.

Deutsches Sportabzeichen für alle

Das Organisationsteam rund um den Kreissportbund Weimarer Land, den Landessportbund Thüringen und den Deutschen Olympischen Sportbund setzte ein Zeichen für Inklusion: Als „Quartett inklusiv“ absolvierten vier Sportler mit und ohne Behinderung gemeinsam die Sportabzeichen-Stationen und auf einem Rollstuhlparcours konnten alle selbst erleben, wie viel Geschick und Kraft die Fortbewegung im Rollstuhl von jedem verlangt.

Ab 15 Uhr am Nachmittag hatten auch alle anderen Sportfans Gelegenheit, sich kostenlos am Deutschen Sportabzeichen zu versuchen. Die Veranstalter waren zuversichtlich, die Marke von rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu knacken.

Vor allem die Vereine waren gefragt. Schließlich ging es um einen Zuschuss von 100 Euro für die Vereinskasse. Diesen Wetteinsatz hatte der Filialleiter der Sparkasse Mittelthüringen Apolda, Albrecht Schütte, in Aussicht gestellt, falls er seine Wette verlieren sollte. Er hatte gewettet, dass es bei der Sportabzeichen-Tour in Thüringen nicht gelingt, mindestens 30 Vereine zu finden, die in Apolda mit jeweils fünf Mitgliedern das Deutsche Sportabzeichen ablegen.

(Quelle:DSM)