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FAQ
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1. Warum gibt es einen neuen Leistungskatalog?
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Der Leistungskatalog zum Deutschen Sportabzeichen hat sich in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Änderungen und die Aufnahme neuer Sportarten stark ausdifferenziert und erheblich an klarer Struktur, Systematik und innerer Logik verloren. Eindeutige Zuordnungen von Disziplinen zu motorischen Grundfähigkeiten waren teilweise nicht mehr gegeben; auch eine einheitliche Leistungsanforderung über alle Einzeldisziplinen hinweg war nicht mehr nachvollziehbar – so waren z.B. nach sportwissenschaftlicher Erkenntnis Einzelanforderungen z.T. zu niedrig, andere wiederum zu hoch angesetzt. Angesichts dieser vielfältigen Problemlagen und der Notwendigkeit, den Leistungskatalog einer Straffung und klaren Systematisierung zu unterziehen, kam eine punktuelle Veränderung und Anpassung nicht mehr in Frage. In enger Abstimmung mit den LSB und beteiligten Spitzenverbänden wurde der Leistungskatalog mit Unterstützung der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaft der Technischen Universität München (TUM) einer grundlegenden Reform unterzogen.
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2. Was hat sich gegenüber dem alten Leistungskatalog geändert?
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Der Leistungskatalog wurde deutlich gestrafft und aufgrund seiner Ausrichtung an den vier motorischen Grundfähigkeiten (Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination) auf vier entsprechende Disziplingruppen reduziert (siehe auch Frage 10). Die bisherigen Zusatzangebote werden gestrichen. Der Nachweis der Schwimmfertigkeit (vormals Gruppe 1) wurde ausgegliedert und neu strukturiert (siehe Frage 6). Er bleibt obligatorische Voraussetzung für den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens.
Ebenfalls neu ist die Einführung der Leistungsstufen Bronze, Silber und Gold (zur Anerkennung bisher erworbener Abzeichen siehe Frage 13).
Weiterhin wurden Altersklassen ergänzt, so im Erwachsenenbereich (die Altersklasse „ab 80“ wurde ersetzt durch: 80-84, 85-89, ab 90 Jahre) und im Kinder- und Jugendbereich (Altersklasse 6/7 Jahre). Darüber hinaus wurden im Kinder- und Jugendbereich die beiden bisher getrennten Altersklassen 12 Jahre und 13 Jahre in einer zusammengefasst. Im Erwachsenenbereich wurden die beiden großen Altersklassen 20-29 Jahre und 30-39 Jahre dem 5-Jahres-Zyklus angepasst (20-24, 25-29, 30-34 und 35-39 Jahre).
Auch wurde durchgehend darauf geachtet, dass über alle Altersklassen hinweg jede der Einzeldisziplinen gewählt werden kann, was nicht nur zur Übersichtlichkeit des Leistungskataloges beiträgt, sondern auch in weitem Umfang gemeinsames Training und Prüfungen für beide Geschlechter und unterschiedliche Altersgruppen (z.B. für das „Familien-Sportabzeichen“) ermöglicht. Der besseren Handhabung und Übersichtlichkeit dient auch die getrennte Darstellung der Leistungskataloge für Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene.
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3. Nach welchen Kriterien ist der neue Leistungskatalog gegliedert?
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Der Leistungskatalog wurde nach den motorischen Grundfähigkeiten gegliedert, die sich grob in Kondition und Koordination unterteilen lassen. In der Trainingswissenschaft gelten sie als die entscheidenden Voraussetzungen sportlicher Leistung. Dabei wird die Kondition weiter in vier Grundfähigkeiten unterteilt: Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit.
In Bezug auf das Deutsche Sportabzeichen nimmt die Beweglichkeit allerdings eine Sonderrolle ein, da im Bereich Breitensport Sportlerinnen und Sportler nicht maximal sondern „optimal“ beweglich sein sollten. Somit ist der Grad der Beweglichkeit nur sportartspezifisch zu bewerten. Für das Ablegen des Deutschen Sportabzeichens hat sie dementsprechend nur sekundäre Bedeutung und wird im Hinblick auf den neuen Leistungskatalog außer Acht gelassen. Die Koordination hingegen ist ausschlaggebend für die Bewegungsqualität und darf bei der Bewertung einer sportlichen Leistung nicht vernachlässigt werden. Diese Leistungsfaktoren, Kondition und Koordination, stellen folglich bei der Bewertung individueller sportlicher Leistung die im Kern zu erfassenden Kriterien dar. Sie sind aber auch im Sinne einer optimalen Vorbereitung auf das Deutsche Sportabzeichen unerlässlich.
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4. Wie sieht der neue Leistungskatalog aus?
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Der neue Leistungskatalog ist in zwei Teile untergliedert:
Ɩ Leistungskatalog für Kinder und Jugendliche (m/w)
Ɩ Leistungskatalog für Erwachsene (m/w)
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5. Welche Sportarten sind im neuen Leistungskatalog vertreten?
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Für das Prüfen der motorischen Grundfähigkeiten Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination (siehe auch Frage 1) stehen die vier Sportarten Leichtathletik, Gerätturnen, Schwimmen und Radfahren zur Verfügung. Die Einzeldisziplinen wurden nach dem Überwiegenheitsprinzip (Frage: Welche Disziplin prüft überwiegend welche motorische Grundfähigkeit?) den vier Disziplingruppen zugeordnet. Grundlage für die Auswahl und Zuordnung waren die Vorschläge aus den beteiligten Spitzenverbänden, die folgende Voraussetzungen zu erfüllen hatten:
Ɩ Überprüfbarkeit anhand objektiver Kriterien
Ɩ Umsetzbarkeit der Prüfungen für Vereine und Sportabzeichentreffs
Ɩ Objektiv messbare Leistungen definierbar für drei Leistungsstufen (Bronze, Silber, Gold)
Die Vorschläge aus den vier Spitzenverbänden und die geeigneten Einzeldisziplinen aus dem bisherigen Leistungskatalog wurden vom DOSB und der TUM auf ihre Tauglichkeit hin überprüft und in Kooperation mit den LSB und Spitzenverbänden in den neuen Leistungskatalog integriert. Dieser Abstimmungs- und Anpassungsprozess diente dem Ziel,
Ɩ den Leistungskatalog einfach, klar, übersichtlich und logisch nachvollziehbar zu gestalten
Ɩ die Wünsche der Spitzenverbände zu berücksichtigen
Ɩ Einzeldisziplinen aus den vier Sportarten auszuwählen, die aus sportwissenschaftlicher Sicht geeignet sind, je eine der vier motorischen Grundfähigkeiten zu überprüfen
Ɩ den Charakter des Deutschen Sportabzeichens als Leistungsabzeichen zu unterstreichen und zu stärken (Verbindung von Tradition und Moderne)
Ɩ die Durchführbarkeit vor Ort zu gewährleisten
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6. Welche Änderungen wurden bei den Einzeldisziplinen vorgenommen?
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Grundsätzlich orientieren sich die Neuerungen bei den Einzeldisziplinen an folgenden Vorgaben:
Ɩ Straffung des Leistungskatalogs und Reduktion der Anzahl von Einzeldisziplinen
Ɩ Orientierung an der Nachfrage (siehe auch Frage 8)
Ɩ Tauglichkeit zur Prüfung der vier motorischen Grundfähigkeiten (siehe auch Frage 3)
Ɩ Berücksichtigung verbandseigener Leistungsabzeichen (siehe auch Frage 9)
In der nachstehenden Übersicht sind die Neuerungen, sortiert nach den vier Disziplingruppen, aufgelistet und erklärt:
Änderungen
Begründung
Nachweis der Schwimmfertigkeit
Die „alte“ Gruppe 1 (Nachweis der Schwimmfertigkeit) wurde aus dem Leistungskatalog ausgegliedert. Hintergrund dieser Entscheidung ist,
Ɩ dass es sich bei diesem Nachweis Schwimmfertigkeit nicht um eine Anforderung im Sinne eines Leistungsabzeichens handelt
Ɩ dass trotz sich verändernder infrastruktureller Voraussetzungen (Schließung von Schwimmbädern) der DOSB am Nachweis der Schwimmfertigkeit festhält, dieser Tatsache aber durch die Einführung alternativer Nachweise Rechnung trägt
Schwimmen als Kulturtechnik bleibt also obligatorischer Bestandteil und notwendige Voraussetzung für das Deutschen Sportabzeichens.
Für den Nachweis der Schwimmfertigkeit gibt es künftig 4 Varianten:
1. Ablegen einer Schwimmdisziplin aus einer der vier Gruppen im Zuge der DSA-Prüfung.
2. 15 min Dauerschwimmen (Prüfung auch in offenen Gewässern möglich).
3. < 12 Jahre: 50 m Schwimmen ohne Zeitlimit, ≥ 12 Jahre: 200 m Schwimmen in maximal 11 min.4. Nachweis über das „Deutsche (Jugend-)Schwimm-abzeichen“ in Bronze.
Die Dauer der Gültigkeit des Nachweises ist im Erwachsenenalter auf fünf Jahre begrenzt. Im Kinder- und Jugendbereich genügt ein einmaliger Nachweis.
Gruppe 1
Dauer- / Geländelauf im Jugendbereich
Diese Disziplin stellt den Nachweis der Ausdauerlauffähigkeit über eine definierte Zeitspanne in den Mittelpunkt der Prüfung und verzichtet bewusst auf das Element Distanz. Die Leistungsebenen Bronze, Silber und Gold werden über die gelaufene Zeit definiert.
7,5 km Walking/ Nordic-Walking
Da die 7,5 km als offizielle Distanz (z.B. bei Volksläufen) gelten, wurde diese entsprechend angepasst.
Radfahren
Für ein aussagekräftiges Überprüfen der Ausdauerleistungsfähigkeit durch Radfahren wurden im Kinder- und Jugendbereich folgende Distanzen ergänzt: 5 km (8/9 Jahre) und 10 km (10-17 Jahre).
Schwimmen
Für eine aussagekräftige Überprüfung der Ausdauerleistungsfähigkeit im Schwimmen wurden für die jeweiligen Altersklassen die Distanzen angepasst: 800 m (18-49 Jahre), 400 m (12-17 und 60-74 Jahre) und 200 m (6-11 und ab 75 Jahre).
3000-m-Lauf
Für Männer und Frauen werden gleichermaßen die 3000 m geprüft; sie sind aussagefähiger als die 2000 m, die im Sinne der Vereinfachung und der Gleichbehandlung gestrichen wurden.
Gruppe 2
Kugelstoßen
SteinstoßenAuf Empfehlung des DLV wurden die Kugelgewichte in Anlehnung an die offiziellen Gewichtsklassen angepasst.
Im Sinne der Gleichstellung und der Vereinfachung des Leistungskataloges wird Steinstoßen auch für Frauen angeboten.Gruppe 3
30-m-Sprint
25 m Schwimmen
200 m RadfahrenDie Sprintdistanz 30 m für die Altersklassen 6/7, 8/9 und für die Altersklassen ab 75 Jahre gewährleistet aus sportwissenschaftlicher Sicht für die jeweiligen Altersgruppen die stärkste Aussagekraft zur Überprüfung der Schnelligkeit im Laufen.
Die 25-m-Strecke überprüft aus sportwissenschaftlicher Sicht bestmöglich die Schnelligkeit im Schwimmen.
Die 200-m-Strecke überprüft aus sportwissenschaftlicher Sicht bestmöglich die Schnelligkeit im Radfahren.Gruppe 4
Zonenweitsprung
Seilspringen
ZielwurfAufgrund des koordinativ anspruchsvollen Bewegungsablaufes wurde der Zonenweitsprung vom DLV für den Kinder- und Jugendbereich empfohlen. Besonders vor dem Hintergrund, dass sich speziell im Kindesalter die Koordination noch sehr stark entwickelt, wird diese Sprungvariante als Ersatz zum klassischen Weitsprung eingeführt. Ausführung erfolgt je zweimal mit dem linken bzw. rechten Fuß.
Für den Bereich der Erwachsenen wurde vom DLV ab dem 55. Lebensjahr ebenfalls der Zonenweitsprung empfohlen. Hintergrund hierfür ist die Verringerung der Verletzungsgefahr
Als Ergänzung zu den weiteren Disziplinen aus Gruppe 4, die jeweils mit einem etwas höheren organisatorischen Aufwand verbunden sind, wurde das Seilspringen in den neuen Leistungskatalog aufgenommen. Es ist koordinativ sehr anspruchsvoll und über die Steuerung des Schwierigkeitsgrades für alle Altersklassen und die Leistungsebenen Bronze, Silber und Gold gut zu differenzieren.
Diese Disziplin wurde vom DLV für den Kinder- und Jugendbereich empfohlen. Bis zum 12. Lebensjahr gilt die Entwicklung der Wurffähigkeit noch nicht als abgeschlossen. Mit dem Zielwurf wird diese Phase didaktisch begleitet und unterstützt. Dabei wird über eine definierte Höhe in eine abgesteckte Zone geworfen.Turnübungen in den vier Disziplingruppen
Die Turnübungen im neuen Leistungskatalog des DSA haben konzeptionell und inhaltlich keine Berührungspunkte mehr mit den bisherigen Anforderungen. Seitens des DTB wurden Einzelelemente vorgeschlagen, die als methodische Reihe aufgebaut sind und unter didaktischen Gesichtspunkten den jeweiligen Entwicklungsstand der zu prüfenden motorischen Grundfähigkeit je Altersklasse nachvollziehen.
Die Bewertung erfolgt über die Kriterien „geschafft“ bzw. „nicht geschafft“. Je nach qualitativem Erfüllungsgrad der methodischen Reihe wird die erbrachte Leistung den Ebenen Bronze, Silber oder Gold zugeordnet. Details hierzu sind dem Prüfungswegweiser zu entnehmen.
Da sich die motorischen Fähigkeiten mit zunehmendem Alter eher erhalten als trainieren lassen, sich meist sogar schrittweise zurückbilden, nähern sich diese Fähigkeiten mit zunehmendem Alter dem Entwicklungsstand von Jugendlichen und schließlich Kindern an. Dieser Entwicklung wird durch eine Angleichung der Leistungsan-forderungen in den unteren und oberen Altersklassen Rechnung getragen.
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7. Wie wurden die individuellen Leistungsanforderungen, differenziert nach Alter, Geschlecht und
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Der bisherige Leistungskatalog war in weiten Teilen gekennzeichnet durch eine in sich nicht schlüssige und auch wissenschaftlich nicht nachvollziehbare Verteilung der alters- und geschlechtsspezifischen Leistungsanforderungen in den Einzeldisziplinen. Lagen die Anforderungen in einigen Disziplinen zu hoch, waren sie in anderen Bereichen deutlich zu niedrig angesetzt. Im Zuge der Neu-Strukturierung des Leistungskataloges war es daher notwendig, die alters- und geschlechtsspezifischen Leistungsanforderungen neu zu ermitteln. Dafür wurde zunächst die Entwicklung der Leistungskurven für die vier motorischen Grundfähigkeiten (Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination) im Verlauf der Lebensspanne definiert. Dies geschah auf Grundlage
Ɩ der Sichtung nationaler und internationaler Literatur zu Daten und Normwerten motorischer Fähigkeiten, mit anschließender Re-Analyse
Ɩ Durchführung einer großangelegten Studie in Zusammenarbeit mit SportabzeichenprüferInnenAus diesem Datenpool wurden im zweiten Schritt über statistischen Verfahren die Werte für die einzelnen Disziplinen und die jeweilige Altersgruppe berechnet und dreistufig gegliedert. Dabei ist die Leistungsebene Bronze so angesetzt, dass sie für den fitnessorientierten Freizeitsportler erreichbar ist. Die Leistungsebene Gold soll i.d.R. erst durch kontinuierliches Training erreichbar sein.
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8. Warum sind einzelne Disziplinen nicht mehr im Leistungskatalog enthalten?
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Im Zuge der Neugliederung des Leistungskataloges wurden auch im Sinne der Straffung, Systematisierung und Nachfrageorientierung einzelne Disziplinen gestrichen. Die Auswahl wurde bestimmt durch folgende Kriterien:
Ɩ Mangelnde Nachfrage
Ɩ Keine eindeutige Zuordnung zu den motorischen Grundfähigkeiten möglich *)
Ɩ Infrastrukturelle Hindernisse bzw. hoher organisatorischer Aufwand
Ɩ Relevanz nur für ein begrenztes Alterssegment
Ɩ Disziplin entstammt nicht den vier Kernsportarten (siehe Frage 5)Die Streichung einzelner Disziplinen bzw. Sportarten kann ggf. über die Einbindung verbandseigener Leistungsabzeichen kompensiert werden (siehe Frage 9).
*) Der Wegfall der 1000m-Strecke ist z.B. darauf zurückzuführen, dass sie weder dem Bereich Schnelligkeit noch Ausdauer eindeutig zuzuordnen ist. Ähnliches gilt für die Disziplinen 300m Radfahren oder500m Radfahren mit fliegendem Start, die beide durch die 200m-Distanz ersetzt wurden, welche die Schnelligkeitsfähigkeit aussagekräftiger überprüft.
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9. Können Prüfungen für andere Leistungsabzeichen oder Wettkämpfe für das Deutsche Sportabzeichen anerkannt werden?
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| Sportartspezifische Leistungsabzeichen
Die Mitgliedsorganisationen des DOSB haben die Möglichkeit, sich über eigene sportartenspezifische Leistungsabzeichen am System des Deutschen Sportbzeichens zu beteiligen und eine der vier Disziplingruppen zu ersetzen. Dafür muss ein offizieller Antrag des Verbandes an den DOSB gestellt und das Leistungsabzeichen im Hinblick auf seine Qualität überprüft werden. Im Rahmen dieses Prüfprozesses wird auch festgelegt, welche der vier Disziplingruppen durch das verbandseigene Leistungsabzeichen ersetzt werden kann. Die Verbandsabzeichen werden grundsätzlich auf der Leistungsebene Gold anerkannt.
Die Anerkennung durch den DOSB erfolgt mit Wirkung ab dem folgenden Kalenderjahr, so dass die LSB und ihre Untergliederungen (inkl. der PrüferInnen) frühzeitig darüber informiert werden können. Die Anerkennung für die individuelle Prüfung erfolgt auf der Einzelprüfkarte (siehe Frage 10). Der notwendige Nachweis über den erfolgreichen Erwerb des Verbandsabzeichens ist vom Prüfling (z.B. über einen entsprechenden Vermerk auf der Verbandsurkunde) zu erbringen.
Die Gültigkeit des Verbandsabzeichens als Ersatz für eine der vier Disziplingruppen ist zeitlich begrenzt auf das Jahr der Ausstellung.
| Prüfungen aus anderen Wettkämpfen und den Bundesjugendspielen
Das Deutsche Sportabzeichen für Erwachsene ist ein Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland mit Ordenscharakter. Leistungen aus anderen Wettkämpfen werden daher grundsätzlich nicht anerkannt. Eine Ausnahme bildet der 10.000 Meter-Lauf für den Fall, dass im Rahmen der Laufveranstaltung ein Sportabzeichenprüfer/eine Sportabzeichenprüferin anwesend ist und ordnungsgemäß die erbrachte Leistung bestätigt
Leistungen, die für die Bundesjugendspiele können für das Deutsches Sportabzeichen für Kinder und Jugendliche anerkannt werden, wenno sie im selben Kalenderjahr wie die Prüfungen zum Deutschen Sportabzeichen erbracht wurden
o wenn sie in Einzeldisziplinen erbracht wurden, die identisch mit denen im Leistungskatalog für das Deutsche Sportabzeichen sind -
10. Wie sieht die neue Einzelprüfkarte aus?
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Systematisch und inhaltlich bleibt der Aufbau der Prüfkarte unverändert. Für das Ausfüllen ergeben sich jedoch künftig folgende Änderungen:
Ɩ Durch die Einführung der drei Leistungsstufen Bronze, Silber und Gold wird es notwendig, jede erbrachte Leistung der entsprechenden Leistungsstufe zuzuordnen und den jeweiligen Punktwert (siehe Frage 13) einzutragen.
Ɩ Leistungen, die außerhalb der Sportabzeichenprüfungen erbracht wurden [z.B. Nachweis der Schwimmfertigkeit (siehe Fragen 2 + 5) oder verbandseigene Leistungsabzeichen (siehe Frage 9)] müssen vom Prüfer/von der Prüferin auf der Prüfkarte vermerkt werden.
Ɩ Die Prüfkarte steht auch künftig in gedruckter Form zur Verfügung, steht aber auch unter www.deutsches-sportabzeichen.de zum Download zur Verfügung und kann auf DIN A4-Format ausgedruckt werden. Auf den Durchschlag der Prüfkarte wird künftig verzichtet. -
11. Welche Leistung wird auf der Prüfkarte (Einzel-/Gruppenprüfkarte) erfasst?
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Es gilt die Leistung, die entsprechend dem Prüfungswegweiser erbracht und von der Prüferin/von dem Prüfer in die Prüfkarte eingetragen und mit ihrer/seiner Unterschrift bestätigt wurde. Eine bereits eingetragene Leistung kann aufgrund einer zu einem späteren Zeitpunkt erbrachten besseren Leistung nicht geändert werden.
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12. Wann wird das Deutsche Sportabzeichen in Bronze, Silber oder Gold vergeben?
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Die auf den Ebenen Bronze, Silber und Gold erbrachten Leistungen werden mit Punkten bewertet:
Ɩ Bronze = 1 Punkt
Ɩ Silber = 2 Punkte
Ɩ Gold = 3 Punkte
Um das Deutsche Sportabzeichen zu erwerben, müssen folglich mindestens vier Leistungen (eine Disziplin pro Disziplingruppe) auf der Ebene Bronze (= 4 Punkte) erbracht werden, d.h. Minderleistungen in einer Disziplingruppe können nicht durch Mehrleistungen in einer anderen Disziplingruppe kompensiert werden. Wurde in den vier Disziplingruppen keine Schwimmdisziplin gewählt, ist zusätzlich noch der Nachweis der Schwimmfertigkeit zu erbringen (siehe Fragen 2 und 6).
Die Gesamtbewertung nach Punkten und die jeweiligen Zuordnung zu den drei Leistungsebenen stellt sich wie folgt dar:
Ɩ 4 - 7 Punkte = Bronze
Ɩ 8 - 10 Punkte = Silber
Ɩ 11 - 12 Punkte = Gold -
13. Wie werden im Erwachsenenbereich die unter den alten Bedingungen erworbenen Sportabzeichen und die neuen Abzeichen für den Erwerb von Abzeichen mit Zahl gewertet?
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Als Grundsatz gilt: Alle bisher erworbenen Abzeichen behalten ihre Gültigkeit und werden für den Erwerb von „Abzeichen mit Zahl“ anerkannt (kumulativer Aspekt).
Im Detail stellt sich die Anerkennung wie folgt dar: Im Erwachsenenbereich wurde nach einer definierten Anzahl erfolgreicher Prüfungen das Abzeichen in Gold verliehen. Für jede weitere erfolgreiche Prüfung gab es ebenfalls das Abzeichen in Gold. Die Gesamtzahl der bisher erfolgreich absolvierten Prüfungen definierte (in 5er-Schritten: 5; 10; 15; etc.) die Zahl, die auf den gesonderten „Abzeichen mit Zahl“ dargestellt ist. Diese persönliche Sportabzeichen-Historie bleibt grundsätzlich erhalten. Dabei ist es für das „Abzeichen mit Zahl“ unerheblich, ob im Jahr des Erwerbs das Deutsche Sportabzeichen in Bronze, Silber oder Gold erlangt wird. D.h., nach dem fünften (10ten, 15ten, etc.) erfolgreichen Erwerb des Deutschen Sportabzeichens wird das „Abzeichen mit Zahl“ vergeben. Dieses Abzeichen würdigt folglich die persönliche Kontinuität, unabhängig von der jeweils im Jahr erreichten Leistungsstufe (Bronze, Silber, Gold).Das „Abzeichen mit Zahl“ wird daher in optisch abgewandelter Form angeboten: Es basiert auf dem Standard-Design aller Abzeichen, wird farblich jedoch bicolor (Gold/Platin) gestaltet.
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14. Gibt es auch für den Kinder- und Jugendbereich das Abzeichen mit Zahl?
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Auf das Abzeichen mit Zahl wird im Bereich der Kinder und Jugendlichen verzichtet. Ausschlaggebend hierfür sind vor allem Kostengründe und das Ziel der Reduktion des bürokratischen Aufwandes in den Schulen.
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15. Welche Abzeichen wird es künftig noch geben?
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Für den Erwachsenenbereich gibt es
Ɩ das Standardabzeichen in Bronze, Silber und Gold
Ɩ das Abzeichen mit Zahl (siehe auch Frage 13)
Ɩ das Standardabzeichen und das Abzeichen mit Zahl auf der BandschnalleFür den Kinder- und Jugendbereich gibt es
Ɩ das Standardabzeichen in Bronze, Silber und Gold
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16. Was ändert sich für die Prüfer und Prüferinnen in ihrer Arbeit ab 2013?
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Grundsätzlich ändert sich an der Aufgabe der PrüferInnen nichts. Entsprechend den Regelungen im Prüfungswegweiser sind die Prüfungen in den Einzeldisziplinen abzunehmen und die erbrachte Leistung auf der Prüfkarte zu bestätigen. Weiterhin bereiten sie die potentiellen Absolventen in einem qualifizierten Training auf die Prüfungen vor.
Und doch bringen der neue Leistungskatalog und die Einführung der Leistungsebenen Bronze, Silber und Gold Änderungen in den Arbeitsabläufen und der Vorbereitung der Sportabzeichen-Aspiranten mit sich. Dabei stehen im Vordergrund
Ɩ das Vertrautmachen mit der Organisation und Umsetzung neuer Disziplinen im Deutschen Sportabzeichen, z.B. Zielwurf, Seilspringen, Zonenweitsprung oder Dauer-/Geländelauf (siehe auch Fragen 4, 5 und 9)
Ɩ der Umgang mit der Anerkennung vom DOSB anerkannter verbandseigener Leistungsabzeichen (siehe auch Frage 9)
Ɩ der Umgang mit dem Nachweis der Schwimmfertigkeit außerhalb der Einzelprüfung in den vier Disziplingruppen (siehe auch Frage 6)
Ɩ das Einordnen der Einzelleistung und der Gesamtleistung auf den Leistungsebenen Bronze, Silber oder Gold (siehe auch Frage 12)
Ɩ der Hinweis an die Interessenten im Hinblick auf
o die Datenspeicherung (siehe auch Frage 10)
o die Verbindlichkeit der Einträge auf der Prüfkarte – Stichwort: Verbesserung der Leistung/Leistungsebene (siehe auch Frage 11)
o die Neuerungen beim Deutschen Sportazeichen und die damit verbundenen Möglichkeiten der Motivation) -
17. Wie können sich die Prüferinnen und Prüfer auf die ab 2013 gültigen Änderungen vorbereiten?
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Der DOSB gibt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der LSB durch Schulungen und das Bereitstellen von Materialien die notwendige Unterstützung, um sie
Ɩ mit den Neuerungen beim Deutschen Sportabzeichen ab 2013 vertraut zu machen
Ɩ die Hintergründe und Ziele der Neuerungen zu verdeutlichen
Ɩ inhaltlich und methodisch auf die Umsetzung der Neuerungen im Rahmen ihrer Tätigkeit vorzubereiten
Ɩ mit den hierfür notwendigen Materialien vertraut zu machen
Ɩ auf die zunehmend wichtige Aufgabe der gezielten Vorbereitung (Training) auf die Prüfungen zur möglichen Leistungssteigerung hinzuweisen
Ɩ über die in diesem Zusammenhang sinnvollen und/oder notwendigen Termine (z.B. PrüferInnen-Schulungen) zu informieren
Auf Grundlage dieser Initiativen können die LSB ab Januar 2012 ihre Untergliederungen auf den Start der Sportabzeichensaison 2013 vorbereiten. -
18. Welche sonstigen Neuerungen gibt es?
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Im Zuge des Reformprozesses und mit Blick auf das 100jährige Jubiläum in 2013 wurden noch weitere Entwicklungen und Maßnahmen auf den Weg gebracht:
Ɩ Markenführung und Vermarktung
Der DOSB und die LSB haben sich auf eine Regelung verständigt, die
o die Marke Deutsches Sportabzeichen klar definiert und eine einheitliche Markenführung gewährleistet
o das Vermarktungsmonopol des DOSB aufhebt und den LSB die Möglichkeit eröffnet, auf Landesebene Wirtschaftspartner für das Deutsche Sportabzeichen zu gewinnen
Ɩ Datenerfassung Der DOSB und die meisten LSB haben sich auf eine gemeinsame Software zur Datenerfassung (Basis: Programm des LSB Niedersachsen) verständigt. Auch werden die Daten zum Deutschen Sportabzeichen ab 2013 auf einer gemeinsamen Datenbank abgelegt.
Ɩ Jubiläumsjahr 2013 Die Umsetzung der Reform wird eng mit den vielfältigen Aktivitäten rund um das 100-jährige Jubiläum des Deutschen Sportabzeichens verzahnt werden. Viele Veranstaltungen des DOSB in diesem Jahr werden das Thema Reform und 100-jährige Jubiläum aufgreifen und in Kooperation mit den LSB und Spitzenverbänden gezielt kommunizieren. Aus diesem Anlass wird es auch eine Fortschreibung der Dokumentation (bisher: 75 Jahre Deutsches Sportabzeichen) und eine umfangreiche Imagebroschüre geben.









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