Spaß und Erfolg beim Sportfest
Das Sportabzeichen zum Ereignis machen - Das war die Idee, die Prof. Manfred Wegner und einige seiner Studenten vor ein paar Jahren am Institut für Sportwissenschaften der Universität Kiel hatten. Das Sportabzeichen für Menschen mit geistiger Behinderung war gerade erst eingeführt worden. Jetzt sollte den Menschen auch die Chance gegeben werden, es abzulegen, wenn möglich mit Spaß.

Sportfest mit Tradition
Also wurde im Sommer 2000 in Kiel zum ersten Mal ein Sportfest für Menschen mit geistiger Behinderung organisiert, bei dem jeder Teilnehmer das Sportabzeichen an einem Tag ablegen konnte. Mittlerweile hat das "Sportfest ohne Limit" fast schon Tradition in der Schleswig-Holsteinischen Landeshauptstadt. 2000, 2001, 2002 und 2003 kamen jeweils rund 200 Menschen mit geistiger Behinderung aus Behindertenwerkstätten und Spezialschulen zusammen, um sich ein Sportabzeichen zu erkämpfen.
Sportfest 2004
Auch im Sommer 2004 will der Rehabilitations- und Behinderten-Sportverband Schleswig-Holstein e.V. nach Möglichkeit wieder so ein Sportfest veranstalten. Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Teilnehmer haben Spaß am Sport in der Gemeinschaft und einen Ansporn. "Das ist etwas ganz anderes, wenn man ein Ziel hat, auf das man kontinuierlich hinarbeiten kann", sagt Wolfgang Tenhagen, Vorsitzender des Behindertensportverbandes Schleswig-Holstein und Organisator der Sportfeste.

Echte Wettkampfatmosphäre
Normalerweise ist es möglich die Prüfungen in den fünf Disziplinen, die für ein Sportabzeichen absolviert werden müssen, auf ein ganzes Jahr zu verteilen. Auf dem "Sportfest ohne Limit" herrscht dagegen echte Wettkampfatmosphäre. Von morgens bis nachmittags durchlaufen die Teilnehmer verschiedenen Stationen in den fünf Standard-Disziplinen Schwimmen, Lauf, Spung, Wurf und Ausdauer und haben am Ende, wenn sie die Leistungsanforderungen erfüllen, ihr Sportabzeichen in der Hand.

- Am Ende des Sportfestes zeigen die Sportler stolz ihre Urkunden.
Sportabzeichen ist ein Renner
"Das alles macht Spaß und Freude und deshalb wird bei uns in Schleswig-Holstein das Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung unheimlich gut angenommen", sagt Tenhagen. Rund 600 Menschen mit geistiger Behinderung haben 2003 im nördlichsten Bundesland das Sportabzeichen abgelegt. "Eine immense Steigerung",so Tenhagen. Das Sportfest hat sicherlich seinen Teil dazu beigetragen. Denn Spaß am Sport ist und bleibt der wichtigste Antriebsfaktor.








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