Sportabzeichen für alle!

05.07.2016

Die Sportabzeichen-Tour am 8. Juli in Fulda ist die bisher größte Inklusions-Sportveranstaltung der Stadt.

Auch beim Tourstopp in Fulda wird Inklusion groß geschrieben (Foto: Treudis Naß)

Mit rund 5.000 erwarteten Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit und ohne Behinderung verspricht der Tourstopp der Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) im Sportpark Johannisau ein großes Inklusionsfest zu werden. Alle Sportbegeisterten aus Fulda und Umgebung, aber auch aus ganz Hessen sind am 8. Juli eingeladen, sich der Herausforderung Deutsches Sportabzeichen zu stellen oder die einzelnen Disziplinen sowie viele andere Sportangebote einfach mal auszuprobieren. Ganz nach dem Motto: „Dabei sein, mitmachen und mit Spaß spielerisch Sport erleben.“

Zum Freibad Rosenau gibt es einen Shuttle-Service. Hörfunk- und TV-Moderator Andree Pfitzner und die Redakteurin Jennifer Sippel führen den ganzen Tag durch das Programm.

Das Organisationsteam um den Sportkreis Fulda-Hünfeld und den Landessportbund Hessen arbeitet seit Monaten intensiv an der Vorbereitung des Events. Insbesondere werden Netzwerke geknüpft, um Inklusion zu leben, auf dem Sportplatz, aber auch darüber hinaus. Zu den Kooperationspartnern der Veranstaltung gehört auch das Hessische Ministerium des Innern und für Sport. So wird auch Staatssekretär Werner Koch die Veranstaltung besuchen und den Ausrichtern als Anerkennung für ihr Inklusionskonzept einen Förderbescheid überreichen.

Mehr Inklusion – die Ergebnisse

Fulda ist in diesem Jahr der letzte Tourstopp mit inklusivem Schwerpunkt im Rahmen des Projektes Sportabzeichen und Inklusion. Aus diesem Anlass stellt Professor Manfred Wegner von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel bei einer Pressekonferenz die Ergebnisse des DOSB-Projektes vor. Der Sportwissenschaftler hat die Evaluation des auf drei Jahre angelegten Projekts  übernommen. Es wird von der Aktion Mensch gefördert und in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) und dessen Landesverbänden umgesetzt. Der DBS ist für das Deutsche Sportabzeichens für Menschen mit Behinderungen zuständig. Auch über den Deutschen Gehörlosen-Sportverband sowie Special Olympics Deutschland hat das Projekt Unterstützung erfahren.

Sportler als Motivationstrainer

Angefeuert und mit Tipps versorgt werden die Besucherinnen und Besucher  in Fulda von vielen prominenten Sportlerinnen und Sportlern. Der amtierende Deutsche Meister und aktuelle Weltranglistenvierte im Rollstuhltischtennis Holger Nikelis ist mit seiner Initiative „Sport grenzenlos“ Kooperationspartner der Veranstaltung, um für inklusiven Sport zu werben. Die dreimalige Paralympics-Gewinnerin im Schwimmen, Kirsten Bruhn, ist als Sportbotschafterin des DOSB in Fulda dabei und wird auch über ihr Element Wasser hinaus die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei ihren sportlichen Leistungen motivieren.

Verstärkung bekommen beide von Frank Busemann, Gewinner der Zehnkampf-Silbermedaille bei den Olympischen Spielen von Atlanta 1996 und Botschafter von kinder+Sport, dem deutschen Rekordhalter im Stabhochsprung in der Halle, Danny Ecker, für die Sparkassen-Finanzgruppe und Stuntfrau, Model und Moderatorin Miriam Höller als Sportabzeichen-Botschafterin für Ernsting’s family. Alle drei Unternehmen sind wie die Krankenkasse BKK24 Nationale Förderer des Deutschen Sportabzeichens.

Von 9 bis 13 Uhr sind die Sportabzeichen-Prüfstationen für die Bereiche Ausdauer, Koordination, Kraft und Schnelligkeit in den Sportarten Leichtathletik und Schwimmen für die Schülerinnen und Schüler reserviert. Am Nachmittag dürfen dann auch alle anderen testen, ob ihre Ergebnisse bei den unterschiedlichen Prüfstationen für das Deutsche Sportabzeichen in Gold, Silber oder Bronze reichen.

Bei allem Ehrgeiz geht es vornehmlich um die Freude an der Bewegung, meint Ralf-Rainer Klatt, Vizepräsident Sportentwicklung im Landessportbund Hessen: „Das Sportabzeichen ist die höchste Breitensportauszeichnung, die wir in Deutschland haben. Ich hoffe, dass die Teilnehmer bei der Station in Hessen  zeigen, dass die Teilnahme daran allen Spaß macht: Jungen wie Alten, Männern wie Frauen, Menschen mit und ohne Behinderungen.“

Viel Abwechslung im Programm

Neben den klassischen Sportabzeichen-Stationen warten viele interessante Bewegungs- und Sportangebote auf die Besucherinnen und Besucher. Verschiedene Vereine aus dem Sportkreis werden sich an diesem Tag präsentieren und beim Rahmenprogramm mit mehr als 40 Stationen mitwirken.

So kann man zum Beispiel beim Rollstuhlparcours ausprobieren, wie viel Kraft und Geschicklichkeit man für das Fahren im Rollstuhl braucht. Wie die Stars der deutschen Fußball-Nationalmannschaft kann man sich fühlen, wenn man beim Bungee Run vom Gummiband gebremst wird, außerdem steht ein inklusives Fußballturnier auf dem Programm. Und wer sich hoch in die Lüfte schwingen will, für den ist der Segelflugsimulator die richtige Anlaufstelle.

Gemeinsam beim Sackhüpfen oder HulaHoop Punkte sammeln, das ist das Motto für Familien und Freunde beim Ernsting’s family Parcours. Alle, die ihre Schnelligkeit und ihre Treffsicherheit testen möchten, kommen auf dem Activity Board und beim Zielwerfen der Sparkassen-Finanzgruppe auf ihre Kosten. Die kinder+Sport-Fotostation hält für alle Kinder und Jugendlichen kostenlose Fotos von ihren Sportabzeichen-Prüfungen bereit. Glückspilze sind beim Glücksrad der Lotterie GlücksSpirale gefragt – ihnen winken Lotterielose als Gewinn.

Außerdem wird erstmals bei allen Stopps kostenlos Krombacher's Fassbrause in verschiedenen Sorten ausgeschenkt – eine Erfrischung für die ganze Familie mit 0,00% Alkohol.

Krönender Abschluss des Tages ist das Open-Air-Konzert mit Johannes Oerding und Band sowie Max Giesinger im Vorprogramm. Tickets dafür gibt es für 39,50 Euro im Vorverkauf, je ein Euro pro Karte fließt an karitative Einrichtungen in Fulda. Das Konzert startet um 21 Uhr.

(Quelle: Wirkhaus)