Von Null auf Hundert

Riesenbeteiligung beim letzten 3.000 m-Lauf (Foto: BKK24)
Hannover stark im Sprint (Foto: Lukas J. Herbers)
Jubel in Vechta (Foto: Pressestelle Universität Vechta)

Newcomer Darmstadt schlägt bei der Uni-Challenge 2017 Titelverteidiger Hannover.

Als am 21. Juni gegen 19.30 Uhr alle Punkte ausgezählt waren, haben die Studenten, Dozenten und Alumni der Technischen Universität Darmstadt am lautesten gejubelt. Mit einem sensationellen Endspurt und mehr als 120 Teilnehmern beim letzten 3.000-Meter-Lauf kamen sie bei der Sportabzeichen-Uni-Challenge 2017 auf den ersten Platz.

Mit 2.395 Punkten lag die TU Darmstadt am Ende 233 Punkte vor der Leibniz Universität Hannover, die in den beiden Vorjahren den Titel geholt hatte. Dritter wurde die Universität Vechta mit 2.011 Punkten vor der Technischen Universität Braunschweig (1.604 Punkte) und der Carl-von Ossietzky-Universität Oldenburg mit 1.040 Punkten. Für alle gab es Geldpreise zur Unterstützung des Hochschulsports von der Krankenkasse BKK24. Sie gehört zu den Nationalen Förderern des Deutschen Sportabzeichens und hat die Sportabzeichen-Uni-Challenge 2015 gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) initiiert.

„Die Universitäten befinden sich in einem Wettbewerb, sowohl in der wissenschaftlichen Lehre, wie auch im Sport. Bei der Sportabzeichen-Uni-Challenge haben alle die Möglichkeit, ihre sportlichen Leistungen zu überprüfen und sich einem Wettbewerb zu stellen, nicht nur die Spitzenleute", sagte Dr. Karin Fehres, Vorstand Sportentwicklung im DOSB, die die Sportabzeichen-Uni-Challenge in Hannover verfolgte. Sie erlebte einen heiß umkämpften Wettbewerb, bei dem die fünf beteiligten Unis sich nichts schenkten. Die Stimmung war überall super.

Dramatischer Wettbewerb mit Herzschlag-Finale

Bei den ersten Zwischenständen sah es fast so aus, als könne die Uni Vechta die deutlich größeren Unis in Hannover und Darmstadt überflügeln, dann holte Hannover auf und setzte sich an die Spitze, bevor beim letzten Zählen Darmstadt nach vorne schoss und sich überraschend den mit 1.500 Euro dotierten Sieg sicherte.

Dass es bei der Sportabzeichen-Uni-Challenge sogar Geld zu gewinnen gab, war für viele in Darmstadt eine Überraschung. Sie hatten sich bei Temperaturen über 30 Grad so auf den Wettkampf und die erreichten Punkte konzentriert, dass sie gar nicht realisierten, dass es auch um einen Zuschuss für den Hochschulsport ging. Auch Triathletin und Sportstudentin Susan Blatt war von der Atmosphäre in Darmstadt begeistert: „Wo bekommt man sonst schon mal die Möglichkeit, die Übungen für das Deutsche Sportabzeichen in einem solchen Rahmen abzulegen." Die Triathletin, die als Sportbotschafterin für die Sportabzeichen-Uni-Challenge in Darmstadt geworben hatte, ging beim entscheidenden letzten Lauf über 3.000 Meter selbst an den Start und zog viele andere schnelle Läufer mit. Auch wenn es gar nicht so geplant war, war das in Sachen Wettkampf-Spannung eine taktische Glanzleistung.

Top motiviert bis zum Schluss

In Hannover, wo unter anderen Hürdenläuferin Svenja Gilde und ihr Mann Maximilian, aktiver Zehnkämpfer, Punkte für ihre Uni sammelten, gratulierte man als fairer Verlierer den glücklichen Gewinnern in Darmstadt, musste die Niederlage kurz vor Erreichen des dritten Titels in Folge aber erst einmal verdauen. Letztlich überwog am Ende aber die Freude.

Ähnlich ging es den Teilnehmern in Vechta, wo Moderator und Hochschulsport-Leiter Edgar Telsemeyer vorher bei einer Live-Schalte als Reaktion auf das Gespräch mit Susan Blatt, die nicht wusste wo Vechta liegt, noch gescherzt hatte: „vor Euch!" Aber auch hier zogen die Teilnehmer ein positives Fazit: Schließlich hatte man rund 500 Punkte mehr sammeln können als bei der ersten Sportabzeichen-Uni-Challenge im vergangenen Jahr.

Auch der vierte Platz war bei der Sportabzeichen-Uni-Challenge 2017 hart umkämpft. In Oldenburg verteidigten die Sportlerinnen und Sportler, die von Handballspielerin Cara Hartstock vom VfL Oldenburg angeführt wurden, lange Zeit die Führung vor der Technischen Universität Braunschweig, die in diesem Jahr genau wie die TU Darmstadt zum ersten Mal bei dem Wettbewerb dabei war. Am Schluss musste sich Oldenburg aber doch deutlich geschlagen geben - und das obwohl Cara Hartstock bei allen Wurfdisziplinen und im Hochsprung jeweils mit Goldwertung drei Punkte für ihre Uni holte.

Außerdem war in Oldenburg mit Prof. Dr. Hans-Peter Schmidtke vom Fachbereich Interkulturelle Pädagogik, Jahrgang 1944, der älteste Teilnehmer der Sportabzeichen-Uni-Challenge 2017 am Start. Cara Hartstock gab die Devise aus: "Erster von Hinten. Daran müssen wir das Positive sehen: Wir können uns im nächsten Jahr nur verbessern. Somit sind alle aufgefordert, im nächsten Jahr wieder mitzumachen."

Lauter Gewinner

Auf eine Neuauflage freuen sich auch schon die anderen Unis in Darmstadt, Hannover, Vechta und Braunschweig. Schließlich hatten am Ende eigentlich alle gewonnen: Die beiden Neueinsteiger aus Darmstadt und Braunschweig haben mit Platz 1 und Platz 4 einen tollen Start hingelegt und die Unis in Hannover, Vechta und Oldenburg konnten im Vergleich zum Vorjahr alle ihre Punktzahl steigern.

(Quelle: Wirkhaus)

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