Fröhlicher Auftakt mit viel Hüftschwung, einer Stadtwette und WM-Orakel

16.06.2014

Mühlhausen in Thüringen eröffnet die diesjährige Sportabzeichen-Tour des DOSB mit einem riesigen Programm und viel Begeisterung.

Große Eröffnung der Sportabzeichen-Tour 2014 in Mühlhausen (Foto: Meike Engels / DOSB)

„Kann Deutschland im ersten Gruppenspiel der WM in Brasilien heute Portugal besiegen? Kommen wir an Christiano Ronaldo vorbei?“ Diese Frage beschäftigt heute ein ganzes Land und natürlich war das erste Spiel unserer Nationalelf auch DAS Thema im Stadion an der Aue in Mühlhausen. Auch für die Stadt in Thüringen war es ein Auftakt – Mühlhausen war Gastgeber der ersten von zehn Stationen der diesjährigen Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und zeigte sich dabei in Topform.

„Nach dem 100. Jubiläum des Sportabzeichens im letzten Jahr hatte ich ein wenig Befürchtung, dass es in diesem Jahr nicht mehr ganz so viel Begeisterung für das Sportabzeichen gibt“, sagte Dieter Krieger vom DOSB-Präsidialausschuss Breitensport/Sportentwicklung. „Ich wurde aber vom Gegenteil überzeugt und bin beeindruckt über die vielen engagierten Leute hier vor Ort.“

Sportabzeichen ohne Thüringen geht nicht

Der Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Thüringen, Rolf Beilschmidt, freute sich besonders, dass sein Bundesland auch in diesem Jahr bei der Sportabzeichen-Tour dabei ist. „Ohne Thüringen geht es doch gar nicht“, rief er den vielen hundert Schülern und Gästen bei der Eröffnung zu. Beilschmidt lobte die Beteiligung der Schulen beim Deutschen Sportabzeichen, sieht aber anderswo durchaus noch Potential. „In den Vereinen passiert mir da noch zu wenig. Aber so eine Werbeveranstaltung für das Sportabzeichen wie heute hier ist der richtige Schritt.“

Und die Vereine hatten in Mühlhausen heute einen besonderen Anreiz, dabei zu sein.
Galt es doch, eine Stadtwette zu gewinnen – und gleichzeitig die Vereinskasse zu füllen.
Jeder Sportverein war aufgerufen, mit fünf Mitgliedern aktiv teilzunehmen und die Sportabzeichen-Disziplinen abzulegen. Und zwar in den Farben der Stadt, also rot-gelb oder in Sparkassen-Rot. Die Sparkasse Unstrut-Hainich spendete für jeden teilnehmenden Verein 200 Euro. Vorstand Karl-Heinz Leister sagte: „Ein Unternehmen funktioniert nur gut, wenn auch das ganze Team funktioniert. Deshalb ist es für uns als Sparkasse Ehrensache, hier dabei zu sein.“ Am Ende war die Wette mit mehr als 30 Vereinen gewonnen.

Promi-Riege zum Anfassen

Die Sparkassen-Finanzgruppe als einer der Nationalen Förderer der Tour hatte auch ein bekanntes Gesicht dabei: Danny Ecker, Dritter bei der WM 2007 in Japan und mehrfacher Olympiateilnehmer im Stabhochsprung. Die Kinder standen Schlange für ein Autogramm des Topathleten, der 2012 seine Profi-Karriere beendet hatte. Die Bewunderung ging aber auch in die andere Richtung. „Ich bin beeindruckt von der Freude und Leistung der Kinder hier und wenn ich ehrlich bin, macht es mich fast ein wenig neidisch, dass sie sportlich noch alles vor sich haben“, so Danny Ecker.

Auch Frank Busemann, ehemaliger Weltklasse-Zehnkämpfer und Botschafter der Sportabzeichen-Tour für kinder+Sport, hatte leuchtende Augen beim Anblick der vielen Kinder im Stadion. „Ich nähere mich ja gerade dem Alter 40 und bin jedes Jahr aufs Neue gespannt, was ich noch so drauf habe“, lacht Busemann. „Aber wenn ich hier neben den Kindern stehe, dann kribbelt es und weckt enorme Kräfte. Das Sportabzeichen ist: Miteinander, Dranbleiben und Spaß haben“, fasst Frank Busemann seine Eindrücke zusammen.

Die mit Abstand längsten Beine im Team der Sportabzeichen-Promis zeigte in Mühlhausen Stuntfrau und Actionmodel Miriam Höller, die die Sportabzeichen-Tour bereits zum zweiten Mal begleitet. „Ich bin als Botschafterin von Ernsting´s family dabei, einem bodenständigen Unternehmen, das sich dafür engagiert, Kinder für Sport zu motivieren. Das ist genau mein Ding und deshalb bin ich auch gerne in diesem Jahr wieder dabei“, so die sportliche Blondine. Und sie kann beim Schlagweitwurf den Jungen und Mädchen in Mühlhausen wertvolle Tipps geben. „Ich konnte schon immer gut werfen, denn durch meine langen Arme habe ich viel Schwung“, so Miriam Höller.

WM-Orakel mal anders

Mühlhausens Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns freute sich, wie aktiv die Schüler seiner Stadt schon am Morgen bei der Zumba-Erwärmung und an den Sportabzeichen-Stationen dabei waren. „Hier zeigt sich, wie sportbegeistert Mühlhausen ist und ich gehe davon aus, dass wir uns als Sportstadt weiterentwickeln.“ Der Oberbürgermeister war dann auch selbst Beteiligter des WM-Orakels. Zwei Teams aus Prominenten und Maskottchen bildeten „Team Deutschland“ und „Team Portugal“ und es ging darum, per Torschießen das Ergebnis des heutigen WM-Spiels zu prophezeien. Trotz des Anfeuerns und Mitfieberns der Kinder und Jugendlichen stand am Ende das Ergebnis 4:2 für Team Portugal. Aber nach einem kurzen Schreck war das Orakel-Resultat auch wieder vergessen bzw. verdrängt.

Schließlich gab es unzählige Möglichkeiten, sich abzulenken. Die Nationalen Förderer des Sportabzeichens sorgten für jede Menge Spaß. Ernsting´s family mit einem Familienparcours mit Sackhüpfen und Staffellauf, die Sparkassen-Finanzgruppe setzte auf Reaktionsschnelligkeit an der T-Wall und der örtliche Partner, die Sparkasse Unstrut-Hainich, hatte eine Wasser- und Fitnessbar aufgebaut. kinder+Sport sorgte mit seiner Fotostation dafür, dass die Kinder die schönsten Momente des Tages zur Erinnerung mit nach Hause nehmen konnten.

Die BKK 24 präsentierte die Sportabzeichen-App von splink, Neugierige erfuhren alles über den Deutschen Sportausweis und BIONADE sorgte als Getränkepartner der Sportabzeichen-Tour für Erfrischung.

(Quelle: wirkhaus)