Promis auf der Sportabzeichen-Tour 2011

08.10.2011

Spitzensportler wie Frank Busemann, Claudia Nystad, Heike Drechsler und Andreas Dittmer (v.re.) waren die prominenten Aushängeschilder.

Für das Sportabzeichen auf Tour: Andreas Dittmer, Heike Drechlser, DOSB-Maskottchen Trimmy, Claudia Nystad und Frank Busemann (Foto: Meike Engels)

Das Deutsche Sportabzeichen auf Tour quer durch Deutschland – in jedem Jahr unterstützen viele Spitzensportler den Orden des Breitensports. 2011 haben sich unter anderem Frank Busemann, Claudia Nystad, Heike Drechsler und Andreas Dittmer dafür ins Zeug gelegt. Die Top-Athleten waren die Gesichter der nationalen Förderer und Sponsoren der Tour des DOSB: Die Sparkassen-Finanzgruppe, BARMER GEK und kinder+Sport.

Diese engagierte Werbung für das Deutsche Sportabzeichen hat sich gelohnt:  Egal, ob Bargteheide, Dillingen oder Halle, Bad Blankenburg oder Büsum – jeder der zehn Tourstopps brachte die Menschen auf den Sportplatz und in Bewegung. Das Deutsche Sportabzeichen bietet eben ein breites Spektrum an sportlichen Möglichkeiten. Die Teilnahme an den Prüfungen motiviert viele Absolventen dazu, dauerhaft beim Sport dabei zu sein.

Das Deutsche Sportabzeichen bringt die unterschiedlichsten Menschen zusammen


Skilanglauf-Olympiasiegerin Claudia Nystad, die genau wie Kanu-Olympiasieger Andreas Dittmer für die Sparkassen-Finanzgruppe die Tour unterstützte, möchte die Bevölkerung so zu mehr Sport aufrufen: „Für viele ist der schwerste Schritt der über die Türschwelle. Und am Ende des Tages ist es einfach eine schöne Sache, wenn man sich bewegt hat.“ Nystad schätzt am Sport besonders, dass er keine Grenzen kennt: „Auf der Tour war es wie im Sport überhaupt toll zu sehen, dass er die unterschiedlichsten Menschen zusammen bringt und verbindet. Egal welche Nation, egal ob jung oder alt, beim Sport sind alle unterwegs. Das hat man auch bei der Tour gespürt.“

Besonders beeindruckend war für sie deshalb auch, dass hier beispielsweise der achtjährige Junge in der Schlange hinter der achtzigjährigen Dame stand, um die Weitsprung-Prüfung abzulegen. „Das Erwachsene und Kinder so an einem Strang ziehen und sie eine Absicht eint – nämlich möglichst weit zu kommen – das ging mir schon ans Herz“, erinnert sich die Spitzensportlerin.

Ähnlich ging es Heike Drechsler: „Das Alter war gleichgültig, allen war anzusehen, dass sie großen Spaß beim Mitmachen hatten“, freut sich die Weitsprung-Weltmeisterin, die für die BARMER GEK bei der Tour in Sachen Deutsches Sportabzeichen aktiv war.

Helfer haben imponiert

Andreas Dittmer, in Bargteheide, Finsterwalde und beim Finale in Büsum vor Ort, hat vor allem das großartige Engagement der unzähligen Helfer imponiert, die die Sportfeste organisiert haben. Dittmer ist sicher: „Für alle Austragungsorte war die Tour ein riesiger Gewinn.“ Besonders die Begeisterung und die Motivation der Kinder und Jugendlichen, die sich an allen Disziplinen des Sportabzeichens versuchten, haben bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Heike Drechsler und der Olympiazweite im Zehnkampf in Atlanta 1996, Frank Busemann, können das nur bestätigen. „Kinder haben immer Lust, sich zu bewegen. Es reicht, sie mit dem kleinen Finger anzustupsen. Das macht das Deutsche Sportabzeichen“, berichtet Drechsler. Frank Busemann, Botschafter von kinder+Sport, fügt hinzu: „Kinder rennen, springen, werfen von sich aus – wenn man sie denn lässt. Sich auszutoben, davon bietet das Deutsche Sportabzeichen eine ganze Palette an Varianten.“ Busemann hat die Kinder in Bewegung oft beobachten und beim Trainieren unterstützen dürfen: Seit 2009 hat er sämtliche Tourstopps besucht.

Sport ist facettenreich

Viele der Tourstopps standen unter einem speziellen Thema, z.B. „Sportabzeichen für Menschen mit geistiger Behinderung“ in Schwalmstadt-Treysa oder „Familie“ in Halle. Für Frank Busemann zeigen diese vielen Schwerpunkte, „wie facettenreich Sport eigentlich ist. Integration, soziales Lernen, gesellschaftliches Engagement, all das und noch viel mehr gehören zum Sport dazu. Oft wird das vergessen und durch die Tour verdientermaßen in den Fokus gerückt.“

Für alle vier Sportler war es eine Freude, zum Tourfinale in die Nordseestadt Büsum zu kommen. „Dort herrschte eine entspannte Atmosphäre“, meint Andreas Dittmer und Heike Drechsler ist begeistert: „Selbst diejenigen, die eigentlich nur als Zuschauer gekommen waren, haben Lust bekommen, selbst mitzumachen.“

Das Wettkampf-Gefühl geweckt

Nicht zuletzt aber hat es den Sport-Stars Freude gemacht, sich selbst sportlich ins Zeug zu legen. Bei Heike Drechsler beispielsweise war beim Weitsprung-Event in Bad Blankenburg, bei dem sie gegen Frank Busemann antrat, „gleich das Wettkampf-Gefühl wieder da.“ Auch Andreas Dittmer testet gern seine Leistungsfähigkeit: „Als ehemaliger Leistungssportler kenne ich nach dem Startschuss sowieso nur eine Richtung - und zwar so schnell wie möglich ins Ziel zu kommen. Das habe ich übrigens nicht nur bei mir festgestellt, sondern ebenso bei vielen Top-Sportlern wie Frank Busemann oder Claudia Nystad.“