Gipfeltreffen auf dem Feldberg

30.06.2013

Die Sportabzeichen-Tour 2013 feiert heute (30. Juni) in Hessen ihr rundum gelungenes Bergfest.

Der Stopp der Sportabzeichen-Tour 2013 auf dem Feldberg in Hessen hatte Sport und Spaß für die ganze Familie zu bieten. Frank Busemann (Botschafter kinder+Sport) und Danny Ecker (Botschafter BARMER GEK) feuerten die Teilnehmer an. (Foto: Fredrik von Erichsen)

Actionmodel Miriam Höller war auf dem Feldberg als Botschafterin für Ernsting's family dabei und zeigte ihr sportliches Können beim Promi-Wettkampf, u.a. beim Balancieren auf dem Schwebebalken. (Foto: Fredrik von Erichsen)

Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf (Botschafterin der Sparkassen-Finanzgruppe) versuchte sich beim Minigolf der Taunus Sparkasse. Unterstützung bekam sie von Vorstand Oliver Klink. (Foto: Fredrik von Erichsen)

Auf dem Feldberg (Hessen) in 900 Metern Höhe feierte die Sportabzeichen-Tour 2013 am 30. Juni ihr Bergfest. (Foto: Fredrik von Erichsen)

Besser hätten es die Veranstalter vom Sportkreis Hochtaunus und dem Landessportbund Hessen nicht treffen können. Pünktlich zum Stopp der Sportabzeichen-Tour 2013 auf dem Feldberg herrschten heute (30. Juni) bei Sonnenschein und Temperaturen von knapp 20 Grad optimale Wetterbedingungen für die Prüfungen zum Deutschen Sportabzeichen. Im Laufe des Vormittags hatte sich auch der heftige Wind beruhigt, so dass bei der höchstgelegenen Station im Jubiläumsjahr der Tour echte Volksfeststimmung aufkam.

Rund 2.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit und machten am Sonntag einen Abstecher zum Feldbergfest, wo zum ersten Mal auch die Sportabzeichen-Tour zu Gast war. 

Der DOSB hat zum 100. Geburtstag des Deutschen Sportabzeichens bewusst auch Veranstaltungsorte ausgesucht, wo Erwachsene, Jugendliche und Kinder ihre Freizeit verbringen und sich erholen. Von 9 bis 17 Uhr hatten die Prüfstationen für das Deutsche Sportabzeichen auf dem Feldberg geöffnet.

Viel Prominenz auf 900 Metern

Wie geplant konnte Turnlegende Eberhard Gienger um 11 Uhr mit dem Fallschirm auf der Wiese des großen Feldbergs landen. "Da oben hat es ganz schön geblasen, damit hätte ich nicht gerechnet", sagte Gienger kurz danach. Er nutzte seine Erfahrung, sprang vom Flugzeug aus in Windrichtung über das Ziel hinaus und konnte so am Ende doch noch auf dem vorgesehen Punkt landen. 

Bei der offiziellen Eröffnung war Dr. Rolf Müller, dem Präsidenten des LSB Hessen, der Stolz auf die gelungene Organisation anzumerken: "Das ist das Gipfeltreffen des Deutschen Sportabzeichens auf dem höchsten Berg Hessens. Man spürt, dass viel Herzblut in die Veranstaltung investiert wurde." Und auch Norbert Möller, der erste Vorsitzende des Sportkreises Hochtaunus, freute sich über das zahlreiche Publikum: "Wenn ich dieses wunderschöne Bild sehe, dann haben sich die anderthalb Jahre gelohnt, die nötig waren, um diese Veranstaltung vorzubereiten." Das Grußwort für die hessische Landesregierung sprach Justiz- und Integrationsminister Jörg Uwe Hahn: "Diese Veranstaltung hier auf dem Feldberg ist eine Werbung für den Sport, für das Deutsche Sportabzeichen und die Integration." Als Vertreterin des DOSB war Christa Thiel, Vizepräsidentin Leistungssport und Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes auf den Feldberg gekommen. Sie appelierte an den Sportsgeist der Gäste: "Ich freue mich, wenn Sie alle beim Deutschen Sportabzeichen erfolgreich sind. Strengen Sie sich an - denn nach der Reform des Deutschen Sportabzeichens gibt es den Fitnessorden jetzt in den Olympischen Farben Gold, Silber und Bronze, gestaffelt nach der erbrachten Leistung. Holen Sie sich dafür Tipps von unseren prominenten Sportlerinnen und Sportlern, die heute hier sind. Eine Gelegenheit, die nicht alltäglich ist." 

Zur Sportabzeichen-Tour in Hessen waren nämlich auch Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf als Vertreterin der Sparkassen-Finanzgruppe, der frühere Stabhochspringer Danny Ecker als Botschafter der BARMER GEK, der Gewinner der Olympischen Silbermedaille im Zehnkampf von Atlanta 1996 und Botschafter von kinder+Sport Frank Busemann und Miriam Höller für Ernsting’s family angereist – alle vier Unternehmen sind Nationale Förderer des Deutschen Sportabzeichens. Außerdem kam Zehnkämpfer Jan-Felix Knobel auf den Feldberg. 

Sie alle traten um 12 Uhr beim Promi-Wettkampf an. Dabei wurden Zweierteams gebildet, die jeweils aus einem Sportler/einer Sportlerin und einem Politiker oder offiziellen Vertreter bestanden. Mit von der Partie waren Landrat Ulrich Krebs, der Bürgermeister von Bad Homburg Karl Heinz Krug, der Bürgermeister von Oberursel Hans-Georg Brum, Oliver Klink vom Vorstand der Taunus Sparkasse und Dr. Frank Hillmann von den Hochtaunuskliniken.

Alle Teams legten Prüfungen für das Bergsportabzeichen ab - ein inoffizielles Sportabzeichen, das als Schnupperangebot auf dem Feldberg für das Deutsche Sportabzeichen warb. Dazu gehörten die Disziplinen Seilspringen, Balancieren auf einem Schwebebalken, Liegestütz, Walking und Stepping.

Die Natur als Sportplatz

Danny Ecker zeigte sich begeistert von der ungewöhnlichen Location: "Die Atmosphäre erinnert mich an das Internationale Marktplatzspringen in Recklinghausen. Wenn man mit solchen Veranstaltungen raus aus den Stadien geht, dann ist man einfach näher dran an den Menschen und erreicht auch die, die nicht so an Leichtathletik interessiert sind." Ähnlich erfreut kommentierte Frank Busemann die Idee des DOSB, die Sportabzeichen-Tour an ungewöhnliche Orte zu schicken: "Ich war dieses Jahr in Hamburg bei der internationalen gartenschau, in Friedrichshafen am Bodensee und heute hier auf dem Feldberg dabei und freue mich über die Abwechslung. Ich finde es spannend, die Natur als Plattform für den Sport zu benutzen. Leichtathletik-Stadien kenne ich noch zur Genüge aus meiner Zeit als aktiver Leistungssportler. Ich hoffe, dass es nach dem Bergfest auf der zweiten Hälfte der Sportabzeichen-Tour 2013 genauso weitergeht." 

Die Botschafterin der Sportabzeichen-Tour für Ernsting's family, Actionmodel Miriam Höller war besonders glücklich, dass viele Familien ihren Sonntag auf dem Feldberg verbrachten: "Gerade habe ich beobachtet, wie ein Enkel beim Zieleinlauf auf seinen Opa gewartet hat. Das ist das Tolle am Sportabzeichen für mich: dass man es Generationen übergreifend in der Familie, in jedem Alter machen kann." Mehrkämpferin Lilli Schwarzkopf betonte den hohen Trainingswert des Sportabzeichens: "Das Sportabzeichen ist eine Herausforderung und ein guter Test, um zu erfahren, wie es um die eigene Fitness steht."

Auch Hessens Innenminister Boris Rhein zog es zur Sportabzeichen-Tour. Ab 13 Uhr nahm er an der Talkrunde auf der Bühne teil, die von der hr4-Moderatorin Britta Wiegand geleitet wurde. Hier stand die Reform des Deutschen Sportabzeichens im Mittelpunkt. Rhein selbst, war früher Rugbyspieler. Inzwischen setzt er sich jeden Morgen 45 Minuten auf sein Mountainbike, um fit zu bleiben. Natürlich kommt er bei seinen Touren auch öfter mal auf den Hausberg des Rhein-Main-Gebietes, den Feldberg: "Ich bin froh, dass der Sport in meinen Zuständigkeitsbereich als Innenminister fällt. So bin ich nämlich auch für die Sportförderung verantwortlich. Im vergangenen Jahr haben wir die Ausgaben dafür vervierfacht", betonte Rhein.

Von Airtreck bis Zumba

Über die Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen hinaus, hatte der Tourstopp auf dem Feldberg ein spannendes Rahmenprogramm mit viel Spaß und Sport zu bieten. Es gab Vorführungen auf der Airtreck-Bahn und im Cheerleading, Torwand-Schießen, Ponyreiten, die Trampolin-Show der „Flying Bananas“ und Zumba zum Mitmachen.

Warteschlangen bildeten sich auch an den Funmodulen der Nationalen Förderer: Am Quartertramp der Sparkassen-Finanzgruppe konnten Groß und Klein sich ohne Risiko auf das Trampolin im XXL-Format wagen. Außerdem war die Taunus Sparkasse mit einer Minigolfbahn am Start, die die Themen des Sparkassenfinanzkonzeptes spielerisch vermittelte. Wer als Kunde mitmachte, erhielt ein hochwertiges Sport-T-Shirt, alle anderen nahmen an einer Verlosung teil. Am Multi-Tower der BARMER GEK konnten sich die Kletterfans austoben. Die BARMER GEK-Geschäftsstellen im Hochtaunuskreis luden zum Reaktionstest an der T-Wall ein und hatten ein Gewinnspiel zum Thema Gesundheit im Gepäck. Kostenlose Bilder fürs Familienalbum von Profifotografen konnten sich die Kids an der Fotostation von kinder+Sport abholen. Beim Bike-Memo von Ernsting’s family brauchte man gleichermaßen Grips und Ausdauer. Darüber hinaus sponserte das Unternehmen T-Shirts für Teilnehmer und Helfer. Am Stand des Getränkepartners der Sportabzeichen-Tour BIONADE gab es kostenlose Erfrischungen. Fragen zum Golfen und zum Deutschen Sportausweis beantworteten die Mitarbeiter am Putting-Green, mit dem sich der Deutsche Golf Verband und der Deutsche Sportausweis zum 100. Geburtstag des Deutschen Fitnessordens auf dem Feldberg gemeinsam präsentierten.

(Quelle: wirkhaus)