Carl-Heinz Engelke 93-jährig verstorben

Carl-Heinz Engelke, langjähriger Beauftragter für das Deutsche Sportabzeichen im Ausland, ist am vergangenen Sonntag (16.12.) im Alter von 93 Jahren verstorben.

Carl-Heinz Engelke verstarb im Alter von 93 Jahren. Foto: LSB Niedersachsen
Carl-Heinz Engelke verstarb im Alter von 93 Jahren. Foto: LSB Niedersachsen

Der gebürtige Hannoveraner Carl-Heinz Engelke habe sich in hohem Maße für den Sportverein Eintracht von 1898 e.V. Hannover und darüber hinaus für den Sport in Niedersachsen und Deutschland verdient gemacht, heißt es in der Laudatio zu seinen Ehren bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes im Jahr 2006. Das war ein Jahr nach seinem 80. Geburtstag. Den Orden erhielt er aus den Händen des damaligen Oberbürgermeisters von Hannover, Dr. Herbert Schmalstieg, der bei Engelke mehr als 20 Jahre in Folge das Deutsche Sportabzeichen abgelegt hatte.

Das Deutsche Sportabzeichen war für Carl-Heinz Engelke zeitlebens eine Herzensangelegenheit. Er gründete  1981 den Sportabzeichenstützpunkt Hannover und leitete diesen auch bis 2002. Von 1978 bis 1989 war er Vorsitzender des SV Eintracht Hannover. In dieser Zeit hat Engelke dem SV Eintracht ein neues Profil als Verein in Hannovers Südstadt gegeben, moderne Strukturen unter Wahrung der Traditionen geschaffen und eine hervorragende Mitgliederentwicklung  eingeleitet.

Schon Anfang der Fünfziger Jahre übernahm Carl-Heinz Engelke, zunächst gemeinsam mit Albert Lepa, aus niedersächsischer Sicht die Verantwortung für die Sportabzeichen-Vergabe im Ausland. 1990 erklärte ihn der Deutsche Sportbund offiziell zum Auslandsbeauftragten für das Deutsche Sportabzeichen. Rund 175.000 Verleihungen ab 1952 in 82 Ländern hat der Niedersachse bis zum Jahr 2004, in dem er das Amt aus Altersgründen abgab, ohne technische Hilfsmittel bearbeitet und ausgesprochen.

Zu seinen Ansprechpartner gehörten u.a. viele Botschafter der Bundesrepublik Deutschland. Hunderte persönlicher Briefe an Deutsche im Ausland, für die das Sportabzeichen oft die einzige Brücke zur Heimat bedeutete, hat Engelke geschrieben und dadurch enge Kontakte gepflegt, die zum Teil in Freundschaften übergingen und teilweise sogar zu Besuchen bei ihm in Hannover geführt hatten.

Engelke war in seiner Jugend vor allem als Fußballer und Leichtathlet selbst sportlich aktiv. Als Torwart von Eintracht Hannover in der damals höchsten deutschen Spielklasse. In der Nachkriegszeit (1945 –1955) bekleidete er verschiedene Funktionen, u.a. als Jugendleiter und Trainer im Bereich Fußball und Leichtathletik. Maßgebliche Aufbauarbeiten leistete Engelke hinsichtlich der Vereinsplatzanlage, der Mitgliederstruktur und -entwicklung. Auch die journalistische Arbeit im Rahmen der Sportberichterstattung gehörte zu seinen gerne absolvierten Aufgaben. Bis zuletzt hatte Engelke bei der Herausgabe verschiedener Jubiläumsschriften und Vereinszeitungen maßgeblich mitgearbeitet.

Der letzte Präsident des Deutschen Sportbundes, Manfred von Richthofen, übermittelte bei der Vergabe des Bundesverdienstkreuzes an Carl-Heinz Engelke "im Namen des Präsidiums des Deutschen Sportbundes und insbesondere auch aller Engagierten im Breitensport die allerherzlichsten Glückwünsche zu dieser Ehrung. Sie trifft einen Mann, dessen Einsatz für den organisierten Sport und den weltweiten Erfolg des Deutschen Sportabzeichens mit Recht öffentlich ausgezeichnet wird."

(Quelle: DOSB)


  • Carl-Heinz Engelke verstarb im Alter von 93 Jahren. Foto: LSB Niedersachsen
    Carl-Heinz Engelke verstarb im Alter von 93 Jahren. Foto: LSB Niedersachsen

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