1. Sportorganisationen

Als Prüfer/in bzw. Coach darf nur tätig werden, wer im Besitz eines gültigen Prüferausweises ist. Der Prüferausweis wird durch den zuständigen LSB kostenfrei ausgestellt. Jeder Ausweis enthält eine Identnummer, die einmalig vergeben wird und so bundesweit einem/r Prüfer/in zugeordnet ist. Der Prüferausweis wird für alle vier Sportarten ausgestellt und ist vier Jahre gültig.

Über aktuelle Ausbildungsinhalte, Termine und Umfang der Aus-/Fortbildung informiert der jeweilige LSB und/oder seine Untergliederungen.

Prüferzulassung / Prüferausweis

Übungen und Tipps zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit (derzeit nur digital)
Übungen und Tipps zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit (derzeit nur digital)

a) Prüfer/in

Zentraler Aufgabenbereich der Sportabzeichen-Prüfer/in ist die Organisation und Durchführung der Sportabzeichen-Prüfungen. Das Ziel der Ausbildung ist die Entwicklung von Kompetenzen der Teilnehmer/innen bezogen auf die Organisation und Durchführung der Sportabzeichen-Prüfungen. Über die genauen Inhalte der Ausbildung informiert der zuständige LSB.

Voraussetzung für die Teilnahme

  • Mitgliedschaft in einem Verein
  • (ehemaliger) aktiver Sportler
  • Mindestalter 16 Jahre
  • Selbststudium des DSA-Ausbildungsmaterials (Prüfungswegweiser, Leistungskatalog, Bild- und Videomaterial) und der DOSB-Sportabzeichen-Internetseite.

Der „Ausweis Prüfer/in“ für das Deutsche Sportabzeichen kann auf Antrag ausgestellt werden für

  • Teilnehmer/in der Ausbildung zum/r DSA-Prüfer/in (Nachweis durch Teilnahmebescheinigung)
  • DOSB-lizenzierte Trainer/in C oder ÜL C Breitensport sowie ehem. Fach-Übungsleiter/in für die entsprechende Sportart (Nachweis durch Trainer- bzw. Übungsleiterlizenz)
  • geprüfte Schwimmmeister/in
  • Sportlehrkraft mit Abschluss „Sport“ und nachgewiesenem fundierten Wissen zu Methodik und Didaktik des Sportunterrichts
  • Besitzer eines gültigen Prüferausweises der Bundeswehr (Mitgliedschaft in einem Sportverein ist Bedingung).

Die Fort- und Weiterbildung der Prüfer/in [mindestens 2 Lerneinheiten (LE)] muss innerhalb der vierjährigen Gültigkeitsdauer wahrgenommen werden. Der Prüferausweis wird dann um max. vier Jahre verlängert. Für „alte“ Prüferausweise gilt Bestandsschutz.

In den Sportarten, in denen unzureichende Kenntnisse bestehen, ist ein vertiefender Lehrgang des LSB zu besuchen oder ein/e in der betreffenden Sportart lizenzierte/r Prüfer/in zur Unterstützung hinzuzuziehen. Eine Fort- und Weiterbildung von mindestens 2 LE ist auch hier empfehlenswert.

Für Prüfer/innen im bzw. für das Ausland gelten Sonderregelungen (siehe 5.).

b) Coach

Der Sportabzeichen-Coach ist Begleiter und Unterstützer auf dem Weg zum Sportabzeichen aber auch Vermittler innerhalb des Vereins und im organisierten Sport.

Ziel der Ausbildung ist die Entwicklung von Kompetenzen der angehenden Sportabzeichen-Coaches zur Begleitung der Sportler zum erfolgreichen Erwerb des Sportabzeichens und zur Weitervermittlung der/die Sportler/in innerhalb des organisierten Sports.

Über die genauen Inhalte der Ausbildung informiert der zuständige LSB.

Voraussetzung für die Teilnahme

  • Gültige Lizenz als DOSB-Trainer/in oder DOSB-Übungsleiter/in
  • Gültiger Prüferausweis
  • Mitgliedschaft in einem Sportverein
  • Mindestalter 16 Jahre

2. Allgemein- und berufsbildende Schulen, Hoch- und Fachhochschulen

Lehrkräfte, die Prüfungen abnehmen wollen, müssen vom zuständigen LSB als Prüfer/in zugelassen sein. Der Prüferausweis wird auf Antrag kostenfrei ausgestellt. Der/Die verantwortliche Prüfer/in einer Schule muss Lehrkraft mit der Lehrbefähigung für Sport sein. Die Prüfbefähigung ist grundsätzlich bei jeder Sportlehrkraft mit Abschluss „Sport“ und nachgewiesenem fundierten Wissen zu Methodik und Didaktik des Sportunterrichts zu bejahen.

Der Prüferausweis ist vier Jahre gültig und kann jeweils um weitere vier Jahre verlängert werden. Zu Prüfungen innerhalb des Schulsports können auch Prüfer/innen hinzugezogen werden, die nicht dem schulischen Bereich angehören.

3. Bundeswehr

Als Prüfer/in darf nur tätig werden, wer im Besitz eines gültigen Prüferausweises der Bundeswehr ist. Dieser wird gemäß Zentralvorschrift „Sport und Körperliche Leistungsfähigkeit“ des Kommandos Streitkräftebasis vom 02.11.2017 intern durch die zuständigen Sportlererinnen bzw. Sportlehrer Bw Truppe auf Antrag einer Dienststelle ausgestellt und berechtigt im Bereich der Bundeswehr zur Abnahme der Prüfungen zum Erwerb des DSA für Angehörige der Bundeswehr. Der Ausweis ist vier Jahre gültig und kann jeweils um weitere vier Jahre verlängert werden. Will ein/e Bundeswehrprüfer/in Prüfungen im zivilen Bereich abnehmen, muss sie bzw. er Mitglied in einem Sportverein und im Besitz eines Prüferausweises des zuständigen LSB sein.

Bei Vorlage eines Bundeswehr-Prüferausweises kann dieser durch den zuständigen LSB in einen zivilen Prüferausweis umgewandelt werden.

4. Weitere Organisationen

Für Organisationen mit eigener Sportausbildung (z. B. Polizei, Bundespolizei, Feuerwehr, etc.) werden die Prüferausweise durch den zuständigen LSB oder eine seiner Untergliederungen kostenfrei ausgestellt.

Die Ausstellung von Prüferausweisen an aktive Angehörige des VdRBw erfolgt durch den LSB bei Nachweis einer entsprechenden Ausbildung bei der Bundeswehr oder bei einem LSB. Alle Prüferausweise sind vier Jahre gültig und können jeweils um weitere vier Jahre verlängert werden.

5. Ausland

Voraussetzung für die Durchführung von Prüfungen im Ausland ist der Prüferausweis AUSLAND mit entsprechender Länderangabe. Dieser Ausweis wird ausschließlich vom DOSB ausgestellt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann dieser Ausweis auch an Inhaber eines gültigen inländischen Prüferausweises vergeben werden. Auskünfte hierzu erteilt der DOSB; ein Anspruch auf den Prüferausweis AUSLAND besteht jedoch nicht. Der Prüferausweis eines LSB ist für die Abnahme von Prüfungen im Ausland nicht ausreichend. Nur hierfür (Ausland) ist der formlose Antrag mit Angabe von Vor- und Zuname, Adresse, Tel., Email, Geburtsdatum zu schicken an Zippel(at)dosb.de

Für das Österreichische Sport- und Turnabzeichen (ÖSTA) gelten Sonderregeln, die im Prüfungswegweiser detailliert beschrieben sind.

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