200 Kilometer zum inklusiven Tourstopp Nordhorn

Die Sportabzeichen-Tour am 28. Juni wird zum Ziel für ein Hockeyteam aus NRW.

Die Spieler vom "Special Hockey Team MG" freuen sich auf die Stippvisite bei der Sportabzeichen-Tour in Nordhorn (Foto: Special Hockey Team MG)
Die Spieler vom "Special Hockey Team MG" freuen sich auf die Stippvisite bei der Sportabzeichen-Tour in Nordhorn (Foto: Special Hockey Team MG)

Kein Wetter ist ihnen zu schlecht, kein Weg zu weit – acht Spieler des „Special Hockey Team MG" werden am 28. Juni beim inklusiven Tourstopp in Nordhorn zu Gast sein. Sie wollen bei den Nachbarn in Niedersachsen die Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen ablegen, der höchsten Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsports.

„Hochmotiviert laufen sie selbst bei Regen und starkem Wind ihre Runden", so Trainerin Linda Sandkaulen, die sich genau wie ihre Schützlinge auf den Ausflug nach Nordhorn freut. Gemeinsam mit zwei Kollegen trainiert sie die 22-köpfige inklusive Mannschaft, die zum Rheydter Spielverein Hockey & Tennis e.V. aus Mönchengladbach gehört.

Seit 2018 nimmt das inklusive Team, zu dem auch geistig behinderte Athleten gehören, am regulären Ligabetrieb teil. Die Spieler sind zwischen 21 und 63 Jahre alt. Fünf von ihnen stehen sogar in der Auswahl des „Specialhockey Team Deutschland".

„Sport für Alle"

Für den KreisSportBund Grafschaft Bentheim e.V. als Veranstalter des Sportabzeichen-Tourstopps des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Nordhorn ist die Anmeldung der Hockeyspieler aus Nordrhein-Westfalen eine tolle Bestätigung. Immerhin nehmen die Gäste eine Anreise von rund 200 Kilometern in Kauf. Seit 2016 setzt sich der KSB unter dem Motto „Sport für Alle" für mehr Inklusion in Sportvereinen ein. Ziel des von der Aktion Mensch geförderten Projekts ist es, dass auch immer mehr Menschen mit Handicap am Vereinsleben teilnehmen können.

Von Anfang an hatte der KSB den einzigen Tourstopp in Niedersachsen am 28. Juni als inklusives Sportevent geplant. Von der barrierefreien und behindertengerechten Anlage am Sportzentrum Deegfeld über die Ausbildung von zusätzlichen Sportabzeichen-Prüferinnen und -Prüfern für Menschen mit Behinderung bis hin zur gezielten Ansprache von Sportlerinnen und Sportlern mit Handicap über die richtigen Netzwerke. Auch Linda Sandkaulen hatte so rechtzeitig von dem inklusiven Tourstopp erfahren, Kontakt zum KSB aufgenommen und sich mit ihren Spielern angemeldet.

„Das zeigt auf, welches Interesse auch bei Menschen mit einem Handicap besteht, sich den Anforderungen des Deutschen Sportabzeichens zu stellen“, meint Torsten Bakirci, der beim KSB für die Anmeldung von Gruppen mit Handicap zuständig ist. Er würde sich freuen, wenn beim Tourstopp in Nordhorn noch mehr Sportlerinnen und

Sportler das Deutsche Sportabzeichen ausprobieren. Der KSB lädt dazu ausdrücklich auch Menschen mit Behinderung ein, denen sonst unterschiedliche Barrieren den Zugang zum Sport erschweren.

(Quelle: wirkhaus.berlin)


  • Die Spieler vom "Special Hockey Team MG" freuen sich auf die Stippvisite bei der Sportabzeichen-Tour in Nordhorn (Foto: Special Hockey Team MG)
    Die Spieler vom "Special Hockey Team MG" freuen sich auf die Stippvisite bei der Sportabzeichen-Tour in Nordhorn (Foto: Special Hockey Team MG)

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