Bewegung im NRW-Kabinett - Ministerin Bärbel Höhn legt regelmäßig das Sportabzeichen ab

Eine Regierungsmannschaft, die sich dem provokanten Spiel der Opposition stellen muss und hin und wieder einen Verhandlungsmarathon absolviert - im Berufsalltag der Politik hört sich zwar vieles nach Sport an, die meisten Spitzenpolitiker haben aber weder die Zeit noch den Antrieb, wirklich regelmäßig Sport zu treiben. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Eine dieser Ausnahmen heißt Bärbel Höhn, ist Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen.

Bärbel Höhn, Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen (Foto: Landesregierung).
Bärbel Höhn, Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen (Foto: Landesregierung).

Die 52-Jährige ist über die Grenzen ihres Bundeslandes bekannt, unter anderem wegen ihres Engagements und ihrer Sachkenntnis in Sachen BSE, Maul- und Klauenseuche und Geflügelpest. Die grüne Ministerin im Kabinett von Peer Steinbrück (SPD) sticht in Sachen Sport aus der Gruppe der Spitzenpolitiker heraus. Bärbel Höhn legt, wenn sie es schafft, jedes Jahr einmal das Deutsche Sportabzeichen ab. Das zeigt: Politik und Fit sein schließen sich nicht aus, auch wenn der Terminplan eng ist.

"Dieses Jahr hab ich es leider nicht hingekriegt", sagt die Ministerin im Interview. Eine Fußverletzung, die erst richtig abheilen muss, hat sie bisher daran gehindert.
In den Jahren davor aber hat Bärbel Höhn oft, seit 2000 sogar jährlich ihr Sportabzeichen gemacht. Eine erste gute Gelegenheit bot sich fern ab vom politischen Alltag:

"Das hat sich in meinem Urlaubsort in Schleswig-Holstein ergeben. Ich habe mitbekommen, dass da jemand das Sportabzeichen abnimmt und mir gedacht: Da gehst du jetzt hin und versuchst mal, ob du es noch schaffst."

Und sie schaffte es aus dem Stand, sogar ohne gezielte Vorbereitung auf die Leistungstests. "Für mich ist das eine Selbstüberprüfung nach dem Motto: Bin ich noch fit genug oder muss ich mehr Sport machen?" Beim Schwimmen, Kugelstoßen und Laufen, so sagt die Ministerin, hat sie keine Probleme. "Meine Schwachdisziplin ist Weitsprung. Da brauche ich schon ein paar Versuche für den richtigen Anlauf und Absprung, bevor ich das schaffe."

Das Sportabzeichen hat Bärbel Höhn schließlich dazu motiviert, mit regelmäßigem Jogging zu beginnen. Wenn der Terminplan es zulässt läuft sie, "drei Mal die Woche immer eine halbe Stunde bis 40 Minuten."

Das Sportabzeichen war vor ein paar Jahren sogar Thema im NRW-Kabinett. "Da gab es im Sommer 2000 die Situation, dass der damalige Ministerpräsident Wolfgang Clement und der neue Sportminister Michael Vesper in der Kabinettssitzung den Vorschlag machten, wir sollten jetzt alle mal das Sportabzeichen machen." Am Ende war sie die einzige ihrer Regierungsmannschaft, die das wirklich durchzog. Das Deutsche Sportabzeichen ist nach Ansicht der Ministerin wichtig, nicht nur für die persönliche Fitness jedes Einzelnen sondern auch ganz praktisch gesehen aus gesundheitsökonomischer Sicht: "Wir reden so viel über die Gesundheitskosten, wir müssten aber viel mehr tun, um Krankheiten zu vermeiden. Das spart Kosten und darüber hinaus vermeidet es viel Leid. In diesem Sinne ist es natürlich wichtig, sich ausreichend zu bewegen und gesund zu essen. Es ist gut, dass es mit dem Sportabzeichen einen entsprechenden Anreiz für ein gesundes Leben gibt."

In diesem Jahr musste Bärbel Höhn das Sportabzeichen leider ausfallen lassen, aber sie ist sich sicher, sobald der Fuß wieder richtig in Ordnung ist und der Terminplan eine Lücke lässt, versucht sie sich an ihrem mittlerweile neunten Sportabzeichen.


  • Bärbel Höhn, Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen (Foto: Landesregierung).
    Bärbel Höhn, Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen (Foto: Landesregierung).

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