"Das ist gesund!" - Ex-Tennisstar Claudia Kohde-Kilsch hebt den Daumen für das Deutsche Sportabzeichen

In den achtziger Jahren stand sie in der Tennis-Weltrangliste auf Platz vier, spielte auf den Top-Tennis-Courts gegen die Besten der Besten, holte eine olympische Bronzemedaille in Seoul, gewann auf dem heiligen Rasen in Wimbledon und bei den US-Open. Mitte der neunziger Jahre zog sich Claudia Kohde Kilsch langsam vom Profisport zurück - den Sport überhaupt aufgeben, das käme ihr nie in den Sinn: "Ein Leben ohne Sport kann ich mir nicht vorstellen", sagt die 40-Jährige.

Dez. 2003: Claudia Kohde-Kilsch hält ihre Sportabzeichen-Urkunde in den Händen (Foto: Saarländischer Landessportverband).
Dez. 2003: Claudia Kohde-Kilsch hält ihre Sportabzeichen-Urkunde in den Händen (Foto: Saarländischer Landessportverband).

Claudia Kohde-Kilsch ist heute ein Fan des Breitensports. "Jetzt mache ich die Sachen, die ich füher nicht machen konnte." Joggen, Fitness, Radfahren und natürlich auch Tennis - soweit die Zeit es als berufstätige Mutter erlaubt. Seit Ende 2003 gehört die ehemalige Profispielerin auch zum großen Kreis der Sportabzeichenträger. Sie hat nicht lange überlegt, als die Gemeinde Quierscheed anklopfte und fragte, ob sie sich den Leistungstests für den deutschen Fitnessorden stellen wolle. Hintergrund: Quierscheed wollte den Wettbewerb um die "sportlichste Gemeinde des Saarlands" gewinnen. Wer wäre da ein besseres Aushängeschild als eine bekannte Sportlerin, wie Claudia Kohde-Kilsch?"Ich dachte dann: Schaffe ich das" Dann bin ich vom Sofa hoch, hab mir überlegt, welche Prüfungen ich machen könnte und los gings." Aus dem Stand schaffte sie die Anforderungen im 2000 m-Lauf und 1000 m-Lauf. Beim Hochsprung "hab ich die Höhe geradeso im Scherensprung gepackt. Das war nicht so leicht mit den ganzen Fotografen um mich herum." Beim Ballweitwurf und Schwimmen hatte Claudia Kohde-Kilsch keine Schwierigkeiten. Trotzdem würde sie keinem empfehlen, völlig untrainiert an die Sportabzeichen-Prüfungen heranzugehen. "Das sind schon gute Anforderungen." Eine gewisse Fitness muss also gegeben sein und das bedeutet regelmäßig Sport treiben. Dieser Gedanke steht bekanntlich hinter dem Deutschen Sportabzeichen. Claudia-Kohde Kilsch ist sich sicher: "Das ist gesund! Ich merke das ja selbst, wenn ich einmal den Sport ein wenig vernachlässige, dann fühle ich mich müde, schlapp und nicht so präsent." Dass es das Sportabzeichen überhaupt gibt, kann die 40-Jährige nur begrüßen. "Es ist zwar anstrengend, aber durchaus machbar, weil es mit den Anforderungen ja auch auf die verschiedenen Altersgruppen zugeschnitten ist." Außerdem, so der Ex-Tennisprofi, kann man damit den Leuten den Sport "schmackhaft machen". Sie selbst ist in Sachen Sportabzeichen auf den Geschmack gekommen. Ihr zweites will Claudia Kohde-Kilsch ablegen, wenn ihre derzeitige Verletzung am Knie wieder in Ordnung gebracht ist. Sport treiben, da ist sich die Tennisspielerin sicher, wird sie immer. Da nimmt sie sich zum Beispiel ihre eigene Mutter zum Vorbild, die mit 64 immer noch zwei- bis dreimal die Woche den Schläger schwingt. "Sport gehört zu unserer Familie. Dafür muss immer Zeit sein."Dass ihr der Sport am Herzen liegt, zeigt auch das neueste Erfolgsprojekt der Saarbrückenerin. Zusammen mit Ehemann Chris Bennet, mit dem Claudia Kohde-Kilsch jetzt hauptberuflich eine Musikproduktionsfirma und ein Plattenlabel betreibt, hat sie den offiziellen Song des deutschen Olympiateams für Athen produziert. Den Text hat sie selbst geschrieben.


  • Dez. 2003: Claudia Kohde-Kilsch hält ihre Sportabzeichen-Urkunde in den Händen (Foto: Saarländischer Landessportverband).
    Dez. 2003: Claudia Kohde-Kilsch hält ihre Sportabzeichen-Urkunde in den Händen (Foto: Saarländischer Landessportverband).
  • Claudia Kohde-Kilsch kümmert sich heute beruflich um musikalisch-tänzerischen Nachwuchs mit ihrer Produktionsfirma (Link s. unten li., Foto: C. Bennet)
    Claudia Kohde-Kilsch kümmert sich heute beruflich um musikalisch-tänzerischen Nachwuchs mit ihrer Produktionsfirma (Link s. unten li., Foto: C. Bennet)

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