Das niedersächsische Scheeßel und seine Sparkasse als Präventions-Vorbild: Gemeinschaftlich für das Sportabzeichen laufen, springen und schwimmen

Das Pilot-Projekt im Landkreis Rotenburg für das neue Konzept "Firmenfitness", vom Deutschen Sportbund mit seinem Partner, der Barmer Ersatzkasse, initiiert.

Eine Gemeinde in Niedersachsen wird in diesen Tagen zunächst zum Vorreiter und schon bald bundesweit zum Vorbild in Sachen Deutsches Sportabzeichen. In Scheeßel, einem Ort mit knapp 12.400 Einwohnern im Landkreis Rotenburg, setzt die örtliche Sparkasse als erstes wirtschaftliches Unternehmen auf das neue Firmenkonzept, das der Deutsche Sportbund in Zusammenarbeit mit seinem Partner und Sponsor, der Barmer Ersatzkasse, derzeit ins Leben ruft. Ab Mitte Mai haben Sparkassendirektor Jürgen Lange und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen mit dem Sportabzeichen-Treff des TV Scheeßel gemeinschaftliche Trainingsnachmittage eingerichtet, um dann ab Juni alle zusammen die Prüfungen für den Breitensport-Orden des deutschen Sportbundes abzulegen.

"Zum einen wollen wir natürlich die Fitness und damit auch die Gesundheit in unsrem Hause fördern", meint Sparkassenchef Lange. "Zum anderen sind wir ein übersichtliches Unternehmen mit rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, in dem es einen Familiengeist gibt. Diesen wollen wir weiter stärken." In dem Geldinstitut wird damit die Idee einer gemeinsamen Sportwoche wiederbelebt, die es früher schon gab, dann aber langsam wieder in Vergessenheit geriet. Dieses Mal soll es keine Eintagsfliege werden, sondern der Vorstand des Hauses will versuchen, die Idee des Sportabzeichens als Ausdruck und Dokumentation der persönlichen Fitness langfristig zu etablieren.

Die Resonanz in den Schalterhallen und Büros der Sparkasse mit ihren neun Zweigstellen ist riesig. Schon jetzt haben sich fast 50 Angestellte angemeldet, um an dem Vorhaben teilzunehmen und sich den fünf Prüfungen für das Sportabzeichen zu stellen. "Alle, die Lust haben, sollen mitmachen. Niemand wird gezwungen. Mindestens ein Drittel unserer Belegschaft wird wohl durchhalten", freut sich Lange. Das Unternehmen schafft kleine Anreize, um auch die bisher nicht so Begeisterten zum Mitwirken zu animieren. Für alle gibt es ein T-Shirt, um schon bei den Ubungsterminen das Zusammengehörigkeits-gefühl in der Sparkasse zu dokumentieren. Der Betriebsarzt bietet eine Sporttauglichkeits-untersuchung an. Für jede erfolgreiche Prüfung wird als zusätzlicher Lohn eine Sporttasche überreicht.

Am letzten Prüfungstag Ende Juni wird der Sportplatz in Scheeßel mit einem Familienfest ganz dem Sportabzeichen gewidmet. Die Prüflinge sollen dann durch eine möglichst große Zahl von anfeuernden Zuschauern zu den Leistungen "getragen" werden. Die gesamte Belegschaft der Sparkasse plus Familien wird eingeladen. Ein abwechslungsreiches Aktions- und Unterhaltungsprogramm für Kinder und Erwachsene ist in Vorbereitung. Ein großes Grillfest rundet den Familiensporttag ab.

Im September werden dann alle Sportabzeichen-Absolventen in einer offiziellen, öffentlichkeitswirksamen Verleihungsfeier in den Räumen der Sparkasse mit dem Sportabzeichen und einer Urkunde ausgezeichnet.

Lange und sein Team wollen in der Gemeinde Scheeßel und darüber hinaus im Geschäftsbereich der Sparkasse möglichst viele mit ihrer Idee erreichen und zum Sporttreiben und zu mehr gesundheitlicher Prävention bewegen. Die Lokalpresse wird die Öffentlichkeit ausführlich über das Vorhaben und dessen Fortgang informieren. Darüber hinaus wird es eine kleine Ausstellung in der Kundenhalle der Hauptstelle der Sparkasse geben. Verschiedene Sportgeräte, Informationen rund um das Sportabzeichen und Fotos vom Training sollen auch bei den Kunden Lust auf's Mitmachen erzeugen. "Das Ganze soll einfach zum Sportabzeichen locken", hofft Lange zuversichtlich auf weitere Resonanz.

 



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