Finale am Strand von Langeoog

Auf der Nordseeinsel Langeoog ist die Sportabzeichen-Tour 2010 zu Ende gegangen.

Der Termin war auf die Tide abgestimmt: Sprint auf der Sandbank. (Foto: Marco Dames)
Der Termin war auf die Tide abgestimmt: Sprint auf der Sandbank. (Foto: Marco Dames)

Alle waren sich einig: Der Sportstrand der Insel schaffte das perfekte Ambiente für die Sportabzeichen-Prüfungen.

Viele Sportler sind ja Frühaufsteher. Doch auch sie wurden beim Finale der Sportabzeichen-Tour auf eine harte Probe gestellt: Nirgends ging es so früh los wie auf Langeoog. Das ARD-Morgenmagazin war angereist, um mit Live-Übertragungen ab 05:40 Uhr über das Sportabzeichen und die einzelnen Disziplinen zu berichten. Frank Busemann – der die gesamte Sportabzeichen-Tour für kinder + Sport begleitet – moderierte; als kompetenter Co-Moderator stand ihm Bernd Laugsch zur Seite, Projekteiter Breitensport des DOSB.

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterHier das Video zum großen Sportabzeichen-Tourfinale 2010

Der offizielle Startschuss fiel dann um 09:00 Uhr als Bürgermeister Hans Janssen die Eröffnungsrede hielt. „Sport ist am Strand am schönsten. Es gibt nichts Schöneres als Sport auf einer ostfriesischen Insel und es gibt keine schönere ostfriesische Insel als Langeoog“, sagte er selbstbewusst. Bei so viel Begeisterung spielte sogar der Wettergott mit. Nach wolkenverhangenen Tagen mit Nieselregen blieb es bei der Sportabzeichen-Tour auf Langeoog trocken.

Für optimale Prüfungsbedingungen hatten Kurdirektor Peter Wettstein, Organisationsleiter Klaus Witte und ihr Team gesorgt. Auf Langeoog sind wie bei den anderen Stationen der Sportabzeichen-Tour alle Disziplinen für das Sportabzeichen im Angebot. Am Sportstrand gibt es zwei Wurf-  und zwei Kugelstoßanlagen. Auf der Sandbank vor dem Strand stehen abhängig von den Gezeiten zwei Sprintstrecken zur Verfügung, die Mittel- und Langstreckenläufe führen durch ein nahegelegenes Wohngebiet.

Klaus Witte, der am Sportstrand von Langeoog schon seit Jahren das Sportabzeichen abnimmt, betonte den Pioniercharakter der Veranstaltung. Schließlich musste alles, was für den Tour-Stopp nötig war, mit der Fähre auf die autofreie Insel gebracht werden. Nicht nur das Quartertramp der Sparkassen-Finanzgruppe und der Multitower der BARMER GEK, wo die Kids sich nach den Prüfungen weiter austoben konnten, sondern auch die vielen Helfer sollten schließlich rechtzeitig da sein. Mehr als 50 freiwillige Prüfer aus dem Kreissportbund Wittmund setzten auf die Nordseeinsel über, um den Hobbysportlern die Prüfungen abzunehmen.

Begeistert von der Atmosphäre


Der Aufwand hat sich gelohnt. Die angereisten Sport-Promis liessen sich jedenfalls alle von dem gelungenen Mix aus Urlaubsstimmung und Sport mitreißen. Die zweimalige Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler, die als Gesundheitsexpertin der BARMER GEK dabei war, begeisterte vor allem die entspannte Atmosphäre. „Man kommt schnell und unkompliziert miteinander in Kontakt. Hier am Sportstrand von Langeoog fühlte ich mich vom ersten Moment an wie im Urlaub“, schwärmte sie. Außerdem freute sie sich, dass viele Urlauber die Gelegenheit nutzten, ihre Ferien aktiv zu gestalten. „Gesundheitssport ist ein ganz großes Thema, das mir sehr am Herzen liegt.“

Auch Weitspringer Sebastian Bayer, den die Sparkassen Finanzgruppe eingeladen hatte, war überwältigt. „Ich bin zum ersten Mal bei der Sportabzeichen-Tour dabei“, sagte der aktive Leistungssportler. „Das was ich hier erlebe ist toll und hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Natürlich habe ich mir zuerst die Kinder beim Weitsprung angeschaut. Da sind einige vielversprechende Talente dabei, die wir vielleicht bei Olympia 2020 wiedersehen.“

Ex-Kanute Andreas Dittmer, der seit dem Ende seiner Spitzensportkarriere für die Sparkassen-Finanzgruppe arbeitet, und Frank Busemann feuerten die Insel-Kids bei den verschiedenen Disziplinen an. „Ich beobachte immer wieder gerne, mit welcher Begeisterung die Kinder beim Sportabzeichen an den Start gehen. Dabei suchen sie sich das ja nicht einmal freiwillig aus, sondern sie kommen mit der Schule hierher“, sagt Frank Busemann. Der frühere Zehnkämpfer weiß wovon er spricht.  Er war seit Mai bei allen zehn Stationen der Sportabzeichen-Tour für „kinder + Sport“ vor Ort. „Langeoog hat noch einmal ein Ausrufezeichen unter die Sportabzeichen-Tour gesetzt“, sagte Andreas Dittmer. „Der Sportstrand lädt wirklich dazu ein, aktiv zu werden und seinen Urlaub sportlich zu gestalten.“

Kampf der Giganten

Natürlich gingen die vier Sport-Promis mit gutem Beispiel voran. Sie traten im Kugelstoßen gegeneinander an. Sebastian Bayer legte 10 Meter 90 vor, Andreas Dittmer schafte 8 Meter 75, Heike Drechsler kam auf 10 Meter 12 und Frank Busemann gewann mit 11 Meter 58.

Das Sportabzeichen hat auf Langeoog übrigens schon eine lange Tradition: Seit den 30er Jahren legen die sportbegeisterten Insulaner die Prüfungen ab. Auch diesmal wollten sie gemeinsam mit den Urlaubern aus aller Welt Maßstäbe setzen. Die Organisatoren rechneten bis zum Abend mit rund 1.000 Teilnehmern, so Kurdirektor Wettstein. „Das Finale der Sportabzeichen-Tour ist eines der ganz großen Highlights in diesem Sommer auf Langeoog.“


  • Der Termin war auf die Tide abgestimmt: Sprint auf der Sandbank. (Foto: Marco Dames)
    Der Termin war auf die Tide abgestimmt: Sprint auf der Sandbank. (Foto: Marco Dames)
  • Frank Busemann moderierte für das ARD-Morgenmagazin vom Tour-Finale auf Langeoog. Hier mit Heike Drechsler, Andreas Dittmer und Sebastian Bayer. (Foto: Marco Dames)
    Frank Busemann moderierte für das ARD-Morgenmagazin vom Tour-Finale auf Langeoog. Hier mit Heike Drechsler, Andreas Dittmer und Sebastian Bayer. (Foto: Marco Dames)
  • Der Sportstrand auf Langeoog bot optimale Bedingungen für das Sportabzeichen. (Foto: Marco Dames)
    Der Sportstrand auf Langeoog bot optimale Bedingungen für das Sportabzeichen. (Foto: Marco Dames)
  • Seitenwechsel: Nach dem Morgenmagazin wird Frank Busemann selbst nach seinen Erfahrungen gefragt. (Foto: Marco Dames)
    Seitenwechsel: Nach dem Morgenmagazin wird Frank Busemann selbst nach seinen Erfahrungen gefragt. (Foto: Marco Dames)

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