Gemeinsam geht’s besser

Betriebssportgruppe und Verein kooperieren für den Fitnessorden.

Start zum 1.000-Meter-Lauf (Quelle: Volker Thurau)
Start zum 1.000-Meter-Lauf (Quelle: Volker Thurau)

Der Industriepark Kalle-Albert im hessischen Wiesbaden ist mit einer Fläche von 1.000.000 Quadratmetern einer der größten Industriestandorte in Deutschland. Hier arbeiten rund 6.000 Menschen, viele im Bereich der chemischen Industrie und in der Biotechnologie. Produktionsanlagen, Forschungslabore und weitläufige Büroflächen soweit das Auge reicht. Was auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist: Genau hier befindet sich die Heimat einer Sportabzeichengemeinschaft, die Modellcharakter haben könnte, vielleicht sogar haben sollte.

Die Zusammenarbeit des Vereins TV Amöneburg und der Betriebssportgemeinschaft Kalle-Albert ist ein Beleg dafür, dass sich gemeinsam vieles erreichen lässt, was alleine nicht zu stemmen wäre. Seit 25 Jahren treffen sich Sportler und Prüfer aus Verein und Betriebsportgemeinschaft und trainieren zusammen für das Deutsche Sportabzeichen.

„Mit einer Sportabzeichenaktion unter dem damaligen Firmendach der Höchst AG ‚
‚Fit mit Höchst’ fing alles an“, berichtet Volker Thurau, der heutige Leiter der Sportabzeichengemeinschaft und einer der Gründer der Gruppe. Die anderen Väter der Kooperation waren der damalige Personalleiter Eberhard Krause, der Betriebsratsvorsitzende Volker Kraushaar und ein weiterer Mitarbeiter, Volker Thurau, der Mitglied beim TV Amöneburg war. Haibach wurde in der Folge durch sein starkes Engagement für den Fitnessorden über die Grenzen Wiesbadens hinaus als „Mister Sportabzeichen“ bekannt.

Die Aktion stieß auf großes Interesse und schnell wurde klar, dass die Betriebssportgemeinschaft alleine dem zu erwartenden Andrang nicht gewachsen gewesen wäre. Also taten sich die Betriebssportler mit Sportskameraden des TV Amöneburg zusammen und gründeten eine erfolgreiche Kooperation, die bis heute anhält.

Nachhaltiger Erfolg

Der Erfolg der Wiesbadener Sportabzeichenaktion lässt sich an den Teilnehmerzahlen ablesen. „Wir haben einen großen Stamm an Leuten, der immer wieder dabei ist. Derzeit haben wir 430 eingetragene Sportler, die mitmachen“, berichtet Volker Thurau. „In diesem Jahr werden etwa 330 abgelegte Sportabzeichen zusammenkommen. In unserem Rekordjahr 1988 waren es sogar knapp 500. Das war im 75. Jahr des Deutschen Sportabzeichens. Damals hatten wir unter anderem unsere Lehrlinge zum Mitmachen verpflichtet und die Feuerwehr des Chemiewerks war auch dabei.“

Bei schönem Wetter stehen jeden Dienstag zwischen 70 und 90 Sportler auf dem Platz, davon rund 25 Prüfer. Der Anteil von Betriebssportlern und Mitgliedern des TV Amöneburg ist etwa gleich hoch. Zentrum der gemeinsamen Abnahmen ist das Dyckerhoff-Sportfeld, normalerweise die Spielstätte des Fußballclubs FV Biebrich 02. „Da sind auch immer viele Kinder Zaungäste – viele von denen kommen dann zu uns und machen mit“, berichtet Thurau. Der Sportplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Industriepark. „Da kann man rübergucken“, sagt Volker Thurau. „Wir versuchen, das Ganze rund ums Werk anzubieten. Auch die Walk- und Radstrecke fürs Sportabzeichen sind ganz nah dran.“

Mit einer eigens entwickelten Software wickeln die Wiesbadener ihren Sportabzeichenbetrieb ab. So erhält jeder Teilnehmer jeden Dienstag eine eigene Startkarte, auf der alle Disziplinen vermerkt sind, die er bereits erfüllt hat. „Manche unserer Sportler machen komplett alle Übungen für das Deutsche Sportabzeichen, die überhaupt angeboten werden“, erläutert Volker Thurau. „Das machen immerhin 10 bis 15 Teilnehmer bei uns. Deren Leistungen werden auf dieser Karte vermerkt. Diese Sportler werden dann bei unserer Verleihungsfeier nach Saisonschluss im November intern noch einmal besonders geehrt.“


  • Start zum 1.000-Meter-Lauf (Quelle: Volker Thurau)
    Start zum 1.000-Meter-Lauf (Quelle: Volker Thurau)
  • Aufwärmen gehört dazu (Quelle: Volker Thurau)
    Aufwärmen gehört dazu (Quelle: Volker Thurau)
  • Auch 1,10 Meter wollen übersprungen sein (Quelle: Volker Thurau)
    Auch 1,10 Meter wollen übersprungen sein (Quelle: Volker Thurau)

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