"Teilnehmerzahlen beim Sportabzeichen auf sehr hohem Niveau" - Dank der Sportabzeichentour 2008

Die Sportabzeichen Tour 2008 ist zu Ende. In zehn deutschen Städten trafen sich über 10.000 Kinder, Jugendliche, Vereinssportler, Bundeswehrsoldaten, Gruppen und Teams, um das begehrte deutsche Sportabzeichen zu erringen. Frank Wittchen, Sportabzeichen-Beauftragter des Deutschen Olympischen Sportbundes, zieht ein Fazit und wagt schon mal einen Blick in die Zukunft.

Herr Wittchen, die Sportabzeichen Tour 2008 ist zu Ende, wie fällt ihr Fazit aus?

Frank Wittchen: "Die Sportabzeichen Tour 2008 war wieder einmal ein großer Erfolg. Die Besucherzahlen haben gezeigt, dass das Sportabzeichen sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Wir haben es geschafft, das hohe Niveau der Teilnehmerzahl an der Tour zu halten und sogar noch zu erhöhen. Obwohl es dieses Jahr schwieriger war, genug Schüler und Schülerinnen zu gewinnen, bedenkt man, dass es dieses Jahr deutschlandweit 80 - 90 Tausend Grundschüler weniger gibt. Die Zahlen sind stabil und wir freuen uns, dass der deutsche Fitnessorden weiterhin so angenommen wird."

Bei einigen Tourstopps waren auch prominente Sportler anwesend, z.B. Heike Drechsler und Boris Henry. Wie wichtig sind Testemonials aus Sport und Politik für das Sportabzeichen?

"Es waren jeweils Bereicherungen für das Event und es ist wünschenswert noch mehr bekannte Sportler zu gewinnen. Die Kinder und Jugendlichen zeigen sich immer sehr interessiert an den Sportlern, schließlich haben sie enorme Vorbildfunktion für die jungen Sportler. Generell kann man sagen, dass die Bedeutung von aktuellen und bekannten Prominenten bei solchen Kampagnen zunimmt. Es wäre gut, wenn wir in Zukunft noch mehr aktuelle bekannte Sportler gewinnen könnten, dann ist die Identifikation für die Teilnehmer noch viel höher."

Die Sportabzeichen-Tour des DOSB verfolgt das Ziel die Öffentlichkeit für das Sportabzeichen zu begeistern. Ist es denkbar, die Tour beispielsweise mitten in einer Stadt oder im Rahmen einer großen Sportveranstaltung durchzuführen, um noch mehr Menschen zu erreichen? 

"Die Teilnehmerzahlen zeigen, dass sehr viele Menschen das Sportabzeichen wahrnehmen. Zum Teil sind die Veranstaltungen aber auch in der Woche, wo nicht unbedingt die Öffentlichkeit auf die Sportplätze drängt. Denkbar ist ein paar ausgewählte Disziplinen mitten in der Stadt zu demonstrieren mit der Unterstützung von prominenten Sportlern oder Politikern. Genauso könnte ich mir vorstellen, das Sportabzeichen als Rahmenprogramm von großen Sportveranstaltungen durchzuführen. Nächstes Jahr findet die Leichtathletik WM in Berlin statt. Das Sportabzeichen als Brücke vom Breitensport zum Leistungssport im Rahmen einer solchen Veranstaltung wäre eine tolle Sache. Wir könnten bestimmt auch einige Sportler dafür gewinnen. In Zukunft sehe ich da viel Potential."

Dieses Jahr unterstützen wieder die bekannten Sponsoren BARMER und Fererro kinder die Tour. Neu dabei die Sparkassen-Finanzgruppe. In welcher Hinsicht sind solche Sponsoren wichtig für das Sportabzeichen?

?In Zukunft wird es immer wichtiger, auch, oder vielmehr gerade im Breitensport, auf zuverlässige Sponsoren und Partner zurückgreifen zu können. Der Identifikationsfaktor vom Sportabzeichen zu unseren Partnern ist sehr hoch. Die Sparkassen beispielsweise sind in ihrem Filialsystem ähnlich strukturiert wie der deutsche Sport. Lokale Sparkassen und kleine Vereine ergänzen sich daher prima. Es wäre wünschenswert, wenn sich das Engagement aus der Wirtschaft in Zukunft erhöhen würde."

Eine Million Sportabzeichen lautet das ehrgeizige Ziel des DOSB. Hat die Sportabzeichen  Tour dazu beitragen können? 

"Auf jeden Fall. Viele Menschen hören das erste Mal durch die Tour vom Deutschen Sportabzeichen. Wir werden das Ziel erreichen und die Tour trägt dazu bei."



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