Übungsleiter und Starthelfer diskutieren auf Jahrestagung

Sylke Schmidt von der Bundesagentur für Arbeit erläutert den Übungsleitern die Fördermöglichkeiten zur Kooperationsvereinbarung „Sport baut Brücken“
Sylke Schmidt von der Bundesagentur für Arbeit erläutert den Übungsleitern die Fördermöglichkeiten zur Kooperationsvereinbarung „Sport baut Brücken“

Die ehrenamtlichen Vertreter der 25 Thüringer Stützpunktvereine und Starthelfer aus dem Programm „Integration durch Sport“ trafen sich am 3. und 4. Dezember zur Jahrestagung im Sporthotel Mühlhausen. Organisiert war die Tagung vom Landessportbund Thüringen als Weiterbildungsveranstaltung. Zunächst standen die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Evaluation der Uni Potsdam auf der Tagesordnung. Dabei ging es um die Themen Definition des Integrationsbegriffs, Zielgruppenerweiterung, Förderung der Stützpunktvereine, Übernahme von Verantwortung in den Vorständen der Sportvereine durch Migranten, interkulturelle Schulung aller Übungsleiter durch die Weiterbildungsveranstaltungen „Sport Interkulturell“ und Zielvereinbarungen mit den Stützpunktvereinen. Diskutiert wurden von den Teilnehmern auch die Probleme und Erfolge ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. Am zweiten Tag, unter dem Motto „Sport baut Brücken in den Arbeitsmarkt“, referierte Sylke Schmidt von der Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen zur Sportarbeit im Verein entsprechend der Kooperationsvereinbarung zwischen der Bundesagentur und dem Landessportbund. Interessant war für die Übungsleiter vor allem der Aspekt, dass für SGB II-Empfänger bei entsprechender Eignung die Möglichkeit besteht, Kosten für eine Übungsleiterausbildung über die Arbeitsämter zu erhalten. Weitere Fördermöglichkeit ist das Modul „4 Komponenten – 1 Ziel“. Hier werden neben Lernförderung, Schulbasispaket und Mittagessenzuschuss auch Kultur und Sport unterstützt. Für Kinder und Jugendliche aus Familien von Hartz IV-Empfängern können somit die Vereinsbeiträge in Höhe bis zu 60 Euro für ein halbes Jahr über ein Gutscheinverfahren übernommen werden. Voraussetzung dafür ist eine Vereinbarung des Vereins als Leistungsanbieter für betroffene Kinder mit der Bundesagentur für Arbeit. Eine entsprechende Vereinbarung hat der DOSB am 29. November 2010 unterzeichnet.


  • Sylke Schmidt von der Bundesagentur für Arbeit erläutert den Übungsleitern die Fördermöglichkeiten zur Kooperationsvereinbarung „Sport baut Brücken“
    Sylke Schmidt von der Bundesagentur für Arbeit erläutert den Übungsleitern die Fördermöglichkeiten zur Kooperationsvereinbarung „Sport baut Brücken“