Disziplingruppen

Die Idee: Der Weg ist das Ziel!

Ausdauer
DSA Piktogramm Ausdauer
Kraft
DSA Piktogramm Kraft
Schnelligkeit
DSA Piktogramm Schnelligkeit
Koordination
DSA Piktogramm Koordination

Bis heute bleibt der Grundgedanke des Sportabzeichens erhalten: Die zu erbringenden Leistungen orientieren sich an den motorischen Grundfähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination.

Der Nachweis der Schwimmfertigkeit ist notwendige Voraussetzung für den Erwerb des Sportabzeichens.

Die Palette der Sportarten, in denen die Prüfungen abgelegt werden können, umfasst Leichtathletik, Schwimmen, Gerätturnen und Radfahren.

In den Gruppen Ausdauer, Kraft und Koordination können Verbandsabzeichen anerkannt werden, wenn sie im gleichen Jahr wie das Sportabzeichen abgelegt werden.

Ausdauer ist die Fähigkeit, lange einer Belastung zu widerstehen, die letztendlich zu einer unüberwindbaren Ermüdung führt, und trotz Ermüdung die Belastung fortzusetzen (1).

In dieser Disziplingruppe wird die allgemeine dynamische aerobe Grundlagenausdauer abgeprüft. Dabei handelt es sich um eine zyklische Bewegung, die überwiegend im Rahmen der aeroben Energiebereitstellung erfolgt und einen Großteil der gesamten Skelettmuskulatur beansprucht.

Das fordert einiges an Durchhaltevermögen, denn Ihre persönliche Ausdauer wird getestet. Wenn Sie nicht schon regelmäßig laufen oder walken, sollten Sie für diese Gruppe viel Vorbereitungszeit investieren. Denn: Ausdauer hat aus sportmedizinischer Sicht einen äußerst positiven Einfluss auf Ihre Gesundheit, da das Herz-Kreislauf-System gestärkt wird.

Im Angebot z.B.:

3.000 m Lauf

10 km Lauf

7,5 km Walking

20 km Radfahren

sowie einige Verbandsabzeichen 2020, die diesen Bereich abdecken.

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(1) vgl. Zintl, F., Eisenhut, A. (2009): Ausdauertraining. München: BLV.

Beim Deutschen Sportabzeichen wird in dieser Disziplingruppe besonders die Schnellkraft geprüft. Die Definition besagt, dass die Schnellkraft die Fähigkeit des Nerv-Muskelsystems ist, den Körper, Teile des Körpers oder Gegenstände mit maximaler Geschwindigkeit zu bewegen (1).

Im Gegensatz zur Gruppe "Schnelligkeit" steht hierbei die Überwindung des Widerstandes im Vordergrund und nicht die Bewegungsgeschwindigkeit.

Im Angebot z.B.:

Medizinball

Kugelstoßen

Steinstoßen

Standweitsprung

Gerätturnen

sowie ein Verbandsabzeichen 2020, das diesen Bereich abdeckt.

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(1) vgl. Weineck, J. (2009): Optimales Training. Balingen: Spitta

Schnelligkeit im Sport ist die Fähigkeit, aufgrund kognitiver Prozesse maximaler Willenskraft und der Funktionalität des Nerv-Muskel-Systems höchstmögliche Reaktions- und Bewegungsgeschwindigkeiten unter bestimmten gegebenen Bedingungen zu erzielen (1).

In dieser Disziplingruppe wird die Frequenzschnelligkeit bei zyklischen Bewegungen abgeprüft. Dabei handelt es sich um wiederholende, gleiche Bewegungen mit höchster Geschwindigkeit gegen geringe Widerstände bei kurzen Belastungszeiten.

Im Angebot z.B.:

30 m, 50 m und 100 m Lauf

25 m Schwimmen

200 m Radfahren

Gerätturnen

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(1) vgl. Grosser, M., Starischka, S. & Zimmermann, E., (2008): Das neue Konditionstraining, München: BLV.

Die koordinativen Fähigkeiten sind Fähigkeiten, die primär koordinativ, d.h. durch die Prozesse der Bewegungssteuerung und -regelung bestimmt werden. Sie befähigen den Sportler, motorische Aktionen in vorhersehbaren Situationen sicher und ökonomisch zu beherrschen (1).

Im Vordergrund stehen also primär die Bewegungstechnik und die Qualität der Bewegungsausführung, während die energetischen Prozesse der Muskelbewegung eine sekundäre Rolle spielen.

Im Angebot z.B.:

Hochsprung

Weitsprung

Zonenweitsprung (nur Altersklasse 6-9 Jahre)

Drehwurf (nur Altersklasse 6-11 Jahre)

Schleuderball

Seilspringen

Gerätturnen

sowie einige Verbandsabzeichen 2020, die diesen Bereich abdecken.

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(1) vgl. Hirtz, P.: Koordinative Fähigkeiten - Kennzeichnung, Altersgang und Beeinflussungsmöglichkeiten. Medizin und Sport 21 (1981), 348-351. Frey, G.: Zur Terminologie und Struktur physischer Leistungsfaktoren und motorischer Fähigkeiten. Leistungssport 7 (1977), 339-362

Zielsetzung ist es, die allgemeine Schwimmfertigkeit zu überprüfen. Neben der Leichtathletik und Gerätturnen gehört das Schwimmen zu den Klassikern des Sportabzeichens seit der Einführung des Breitensport-Ordens 1913. Um die Schwimmfertigkeit nachzuweisen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Ablegen einer Schwimmdisziplin aus den Disziplingruppen Ausdauer oder Schnelligkeit im Zuge der Sportabzeichen-Prüfung. Ausnahmeregelung für die Disziplingruppe Ausdauer: Als Nachweis der Schwimmfertigkeit gilt auch, wenn eine Strecke aus der Disziplingruppe Ausdauer vollständig durchschwommen wird, die erreichte Zeit aber nicht der Mindestanforderung für die Leistungsstufe Bronze entspricht.
  • <12 Jahre: 50 m Schwimmen ohne Zeitlimit (am Stück und ohne Unterbrechung) oder Vorlage des "Deutschen Schwimmabzeichens" ab Bronze.
  • ≥12 Jahre: 200 m Schwimmen in maximal 11 Min. (am Stück und ohne Unterbrechung) oder Vorlage des "Deutschen Schwimmabzeichens" ab Silber bzw. des "Deutschen Rettungsschwimmabzeichens" bei Abnahme durch DLRG, DSV, Wasserwacht, DRK, ASB sowie des "Deutschen Triathlon-Abzeichens" und des "Deutschen Fünfkampfabzeichens".
  • 15 Min. Dauerschwimmen (im offenen Gewässer möglich), wobei eine offensichtliche Fortbewegung im Wasser ersichtlich sein muss.
  • 100 m Kleiderschwimmen in höchstens 4 Min. mit anschließendem Entkleiden im Wasser gemäß Ausführungsbestimmungen der DLRG bzw. Wasserwacht im DRK für diese Übung.

Die Gültigkeit des Nachweises ist begrenzt auf 5 Jahre und bezieht sich auf das Ausstellungsjahr (Beispiel: Absolvent*in ist im Jahr 2015 geschwommen, damit ist der Nachweis bis einschließlich 2019 erfüllt, d.h. im Jahr 2020 muss der Nachweis erneut erbracht werden). Für das Deutsche Sportabzeichen für Kinder und Jugendliche genügt ein einmaliger Nachweis. Er gilt nicht als Nachweis für das Deutsche Sportabzeichen (Erwachsene). 

Formular für den Schwimmnachweis 2020, in verschiedenen Dateiformaten

Die Anerkennung der sportartspezifischen Leistungsabzeichen (Verbandsabzeichen) einiger Verbände für das Deutsche Sportabzeichen erfolgt grundsätzlich auf der Leistungsebene Gold und ausschließlich für das Kalenderjahr, in dem das Leistungsabzeichen (Verbandsabzeichen) erworben wurde. Der Nachweis erfolgt durch die Vorlage einer Urkunde für das Leistungsabzeichen. Diese enthält einen entsprechenden Vermerk zur Anerkennung der beurkundeten Leistung beim Deutschen Sportabzeichen und den Hinweis auf die zu ersetzende Disziplingruppe. Die Liste der beim Deutschen Sportabzeichen anerkannten Leistungsabzeichen finden Sie hier >>>

DSA Trimmy Infobox rgb 300dpi



Der Schwimmnachweis ist erbracht, wenn in der Ausdauer und/oder
Schnelligkeit die Leistungsstufe Bronze erreicht wird (es erfolgt ein
entsprechender Eintrag in die Prüfkarte).

Eine Ausnahmeregelung gibt es in der Ausdauer:
Die Strecke muss vollständig durchschwommen werden, die
erreichte Zeit muss aber nicht der Mindestanforderung für die
Leistungsstufe Bronze entsprechen (dann ist das Formular
zum Schwimmnachweis auszufüllen).